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Nach Tod von König Harald V.: Wie sieht Prinz Sverre Magnus' Rolle aus?

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Nach dem Tod seines Großvaters Harald V. steht Prinz Sverre Magnus hinter seiner Schwester auf Platz zwei der norwegischen Thronfolge. Für seine Zukunft ist noch vieles offen. Dieser Tage geht es kaum um Prinz Sverre Magnus. Nachdem König Harald V. am vergangenen Freitag im Alter von 89 Jahren verstorben ist, stehen insbesondere der neue König Haakon VIII., seine lungenkranke Frau und jetzige Königin Mette-Marit sowie deren gemeinsame Tochter und direkte Thronfolgerin, Kronprinzessin Ingrid Alexandra, im Fokus. Schlagzeilen machte auch der unter anderem wegen zwei Vergewaltigungen nach norwegischem Recht zu vier Jahren Haft verurteilte Marius Borg Høiby , der am Montag an der Sargüberführung von Harald V. teilnahm. Immer dabei war aber auch Sverre Magnus, der seiner Großmutter, der gerade verwitweten Königin Sonja, zur Seite steht. Auch darüber hinaus dürfte der 20-Jährige sich zu einer wichtigen Stütze des norwegischen Königshauses entwickeln. Prinz Sverre Magnus hat – anders als sein Vater, seine Mutter, seine Schwester und seine Großmutter – nach dem Tod des Großvaters keinen neuen Titel und keine neue Rolle erhalten, ist jedoch in der Thronfolge auf Platz zwei vorgerückt. Dennoch sagte die Königshausexpertin Tove Taalesen dem norwegischen Onlinemagazin "Nettavisen": "Es liegt natürlich auch eine größere Verantwortung auf ihm, jetzt, da sein Vater König und seine Schwester Kronprinzessin geworden sind. Damit steigen auch die Erwartungen an Sverre Magnus, auch wenn er keine offizielle Rolle übernimmt – zumindest nicht, soweit wir derzeit wissen." U-Haft mit Partys: Die Sonderbehandlung von Marius Borg Høiby Komplikationen: Mette-Marit hat das Krankenhaus verlassen Die Expertin erläuterte, dass sie Sverre Magnus, der sich für Fotografie und Film interessiert und gerne Ski fährt, in den vergangenen Tagen als eine selbstbewusste, herzliche und aufgeschlossene Person wahrgenommen habe. Taalesen sagte, dass Sverre Magnus verstanden habe, was seine aktuelle Rolle sei. Konkret führte sie aus: "Das haben wir unter anderem vor Skaugum (eine Residenz der Königsfamilie; Anm. d. Red.) gesehen, wo er den Anwesenden, die Blumen niederlegten, die Hand reichte." Seine Mutter, Mette-Marit, der erst im Juni eine Lunge transplantiert worden war, konnte aufgrund des Infektionsrisikos keine Hände schütteln. "Es rührt mich, das zu sehen" Nicht nur dem Volk zeigt er sich nahe. Taalesen sagte außerdem: "Es rührt mich, wenn ich sehe, wie er sich um seine Großmutter, Königin Sonja, kümmert." Dies sei insbesondere auf dem Weg zum Trauergottesdienst in der Kirche von Asker sichtbar gewesen, als er seine Großmutter gestützt hat. Generell wirke Prinz Sverre Magnus weniger schelmisch als früher. "Vielleicht ist er einfach erwachsen geworden", so Taalesen. Im Sommer trat Sverre Magnus mehrfach gemeinsam mit seiner Schwester auf. Die beiden besuchten etwa zusammen die Fußball-WM in den USA . Dem norwegischen Fernsehsender TV2 zufolge nahm er ab dem vergangenen Jahr auch einige Solotermine wahr. Dies sei unerwartet gewesen. Doch die Königshausexpertin Caroline Vagle sagte zu TV2: "Ich glaube, das hat das Königshaus gebraucht." Ob er jedoch ein aktives Mitglied des Königshauses bleiben wird, ist unklar. Auf der Homepage des Palastes wird er unter "weitere Prinzen und Prinzessinnen" aufgeführt, was nicht klingt, als sei er ein offiziell arbeitendes Mitglied des Königshauses. Dort ist zu lesen: "Neben den Mitgliedern des Königshauses tragen auch Prinz Sverre Magnus, Prinzessin Märtha Louise und Prinzessin Astrid königliche Titel." Doch es wird erklärt: "Der Prinz nimmt im Namen des Königshauses vereinzelte offizielle Aufgaben wahr." Bald beginnt das Studium Mitte August hatte der Palast verkündet, dass Sverre Magnus im Herbst sein Studium aufnehmen werde. Er wird Business Management studieren. Für das erste Studienjahr ist ein Aufenthalt in Lissabon vorgesehen, anschließend soll das Studium in Paris und Berlin fortgesetzt werden. Er studiert unter anderem Einführung in die Wirtschaftswissenschaften, Statistik und Rechnungswesen. Dabei scheint es auch zu bleiben, denn so ist es weiterhin auf der Homepage des Kongehuset vermerkt. Dass er nun erst einmal eine Ausbildung absolviert, sei "ganz selbstverständlich", so Taalesen. Er müsse sich auf die Zukunft vorbereiten, "sei es, um eine größere Rolle im Königshaus zu übernehmen oder um sich eine Karriere außerhalb aufzubauen". Vagle erklärte, dass Prinz Sverre Magnus als jüngeres Geschwisterkind einer Königsfamilie seine Rolle und seinen eigenen Weg finden müsse. Er hat deutlich mehr Freiheiten als seine Schwester, die seit früher Kindheit auf ein Leben als Königin vorbereitet wurde. Auf die Unterstützung ihres Bruders will sie dabei aber offenbar bauen, die Bindung zwischen den beiden sei sehr stark. Vagle sagte: "Kronprinzessin Ingrid Alexandra hat ja gesagt, dass sie ihren Bruder immer auf verschiedene Weise brauchen wird und dass sie mit der Zeit herausfinden müssen, wie das funktionieren soll."