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Klaus-Michael Kühne ist tot: Das passiert mit seinem Vermögen

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Am Montag ist der Logistikunternehmer Klaus-Michael Kühne verstorben. Der Kinderlose hat sein Erbe schon vor Jahren geregelt. Klaus-Michael Kühne, einer der reichsten Menschen in Deutschland, ist am Montag im Alter von 89 Jahren verstorben . Er baute das Unternehmen seines Großvaters, Kühne+Nagel, zu einem der weltweit führenden Logistikunternehmen aus: Heute beschäftigt die Firma 88.000 Menschen in 100 Ländern an mehr als 1.300 Standorten. Im Bereich Luft- und Seelogistik ist Kühne+Nagel weltweit führend. Kühne hinterlässt als engstes Familienmitglied seine Ehefrau, Christine. Das Paar hat keine Kinder, sie haben sich erst spät im Leben kennengelernt. Was passiert also mit dem Vermögen des Milliardärs, das je nachdem, wen man fragt, auf zwischen 23 und 40 Milliarden Euro geschätzt wurde? Darauf hat sich Kühne schon vor Jahren vorbereitet. Elbtower, HSV , NS-Erbe: Klaus-Michael Kühne schwieg über seine eigene Familiengeschichte Kühne-Vermögen geht an seine Stiftung Sein Vermögen und alle seine Firmenanteile sollen an die gemeinnützige Kühne-Stiftung gehen. "Unternehmerischer Erfolg sollte mit einer Förderung des Gemeinwohls einhergehen", wird Kühne auf der Webseite seiner Stiftung zitiert. Die Stiftung wird von neun Ratsmitgliedern angeführt, zusammen mit ehemals Klaus-Michael Kühne und seiner Frau Christine sind es insgesamt elf. Vizepräsident Thomas Staehlin, der als einer der wichtigsten Vertrauten der Kühne-Familie gilt, dürfte die Geschäfte nun übernehmen. Die Stiftung ist vorrangig in folgenden Bereichen tätig: Forschung und Entwicklung der Logistikbranche, u. a. Förderung von Kompetenzen in Entwicklungs- und Schwellenländern und Aufbau von Studienprogrammen. Förderungen von Projekten zum Übergang in eine klimaneutrale Gesellschaft, vor allem durch das Kühne Climate Center in Hamburg , das Projekte in der realen Wirtschaft umzusetzen versucht. Medizin-Forschung, besonders im Fokus stehen Allergien und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Die Stiftung hat zu diesem Zweck 2014 die Klinik Davos übernommen, die nun eine führende Rehabilitationsklinik ist. Förderung im Bereich Musik, etwa durch die Unterstützung von Opern, Festivals und Konzerthäusern. Die Kühne-Stiftung war etwa einer der ersten Förderer der Hamburger Elbphilharmonie und fördert seit Jahren die Salzburger Festspiele und das Lucerne Festival Orchestra. Diese Schwerpunkte sollen nach Angaben der "Zeit", die Kühne 2025 dazu befragt hatte, auch nach seinem Tod weitergelten. Die Kühne-Stiftung ist auch Aktionär des Familienunternehmens Kühne+Nagel, auch diese Beteiligung soll nach dem Wunsch des Unternehmers beibehalten werden. Diese Steuern hat Kühne in der Schweiz bezahlt Die Familie Kühne wohnt schon seit Jahrzehnten in der Schweiz, dort ist auch der Sitz der Kühne Holding AG. Auch deshalb ist es schwer zu beziffern, wie groß das Vermögen des Unternehmers tatsächlich ist: In der Schweiz müssen Unternehmen keine Geschäftsberichte veröffentlichen. Schätzungen zufolge sind rund 30 Prozent seines Vermögens nicht öffentlich bekannt. Durch seinen Umzug in die Schweiz 1975 wurde Kühne immer wieder Steuerflucht vorgeworfen. Im Gespräch mit der "Neuen Zürcher Zeitung" verteidigte er sich einst gegen diesen Vorwurf: "In Deutschland sind die Steuern und die Sozialabgaben viel höher als in der Schweiz, auch der Sozialneid ist sehr groß. Das gesamte Wirtschaftsklima ist nicht so liberal und angenehm wie in der Schweiz." Seine Investitionen, die er immer wieder in Deutschland und vor allem in Hamburg tätigte, nannte er "eine gewisse Kompensation" für die entgangenen Steuermilliarden. Diese Investitionen dürften aber weit unter dem liegen, was er als Steuerpflichtiger in Deutschland hätte bezahlen müssen. In der Schweiz liegen die Steuersätze teils deutlich unter den Deutschen. Die Bundessteuer für Einkommen beträgt maximal 11,5 Prozent (im Vergleich zu bis zu 42 Prozent in Deutschland), dazu kommen noch Kantons- und Gemeindesteuern, im Kanton Schwyz liegen diese aktuell bei rund 25 Prozent. Anders als in Deutschland gibt es aber noch eine Vermögensteuer , die ab einem Vermögen von einer Million Franken erhoben wird. Sie liegt je nach Kanton zwischen 0,2 und 0,5 Prozent des steuerbaren Vermögens. Eine Erbschaftsteuer auf Bundesebene gibt es in der Schweiz indes nicht, das können die Kantone einzeln regeln. Im Kanton Schwyz, wo Kühne zuletzt lebte, wird darauf verzichtet.