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"Die Päpstin" mit Jella Haase: Dreh für ARD-Serie kurz vor Start gestoppt

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Eigentlich sollte im Oktober die Kamera laufen. Nun wurde der Drehstart der Serienadaption von "Die Päpstin" überraschend gestoppt. Als eines der großen Fiction-Vorhaben der ARD wurde "Die Päpstin" im Januar 2025 angekündigt: eine 20 Millionen Euro teure Serien-Neuinterpretation des Kinoerfolgs, mit Jella Haase in der Hauptrolle. Mit dem Set in der fränkischen Festung Wülzburg stand die Produktion bereits kurz vor Drehbeginn im Oktober. Nun hat Constantin Film das Projekt überraschend abgesagt. Der "Welt" bestätigte Constantin-Sprecherin Katja Wirz den Abbruch der Vorbereitungen. Grund sei der kurzfristige Ausstieg eines ausländischen Finanzierungspartners. Dem "Spiegel" nannte das Unternehmen dagegen ungeklärte Fragen bei "Besetzung und Budget" als Ursache, für die sich in der verbleibenden Zeit keine Lösung mehr gefunden habe. Hoffnung noch nicht aufgegeben Ganz aufgegeben sei die Hoffnung aber nicht: Man wünsche sich, das bereits aufgebaute Set zu einem späteren Zeitpunkt doch noch nutzen zu können, so Wirz. Bei der Ankündigung im vergangenen Jahr hatte Constantin-Chef Oliver Berben keinen Zweifel an den Ambitionen gelassen: Der Stoff solle "auf unfassbar freche, moderne und politisch sehr inkorrekte Weise" umgesetzt werden, man wolle eine "starke Brücke zum Heute" schlagen. Geplant waren sechs Folgen nach Drehbüchern von Hauptautorin Liz Lake und Nicki Bloom, Regie sollte Katrin Gebbe führen. Für die Hauptrolle der Joan – einer Frau, die sich im Mittelalter als Mann ausgibt und bis an die Spitze der katholischen Kirche gelangt – war von Anfang an Jella Haase vorgesehen, bekannt unter anderem aus "Fack ju Göhte" und "Kleo". Fördermittel waren bereits zugesagt: eine Million Euro aus Bayern, weitere 300.000 Euro vom Medienboard Berlin-Brandenburg. Die deutsch-tschechische Koproduktion mit ARD Degeto sollte über 15 Jahre nach Sönke Wortmanns Kinoverfilmung von Donna Cross' Bestseller eine neue Version der Geschichte erzählen. Die Legende gilt als eine der bekanntesten Kirchengeschichten. Historisch belegt ist sie nicht.