3. Fußball-Liga: „Historischer Schritt“: FC Hansa baut Millionenschulden ab
Vor elf Jahren stand der FC Hansa Rostock vor der Insolvenz. Jetzt ist ein Großteil aller Schulden abgebaut. Wie war das möglich?
Der FC Hansa Rostock hat deutlich schneller als erwartet einen Großteil seiner Schulden abgebaut. Wie der Fußball-Drittligist am Mittwochabend bei einem Mitgliederforum bekanntgab, hat er von den rund 12,5 Millionen Euro Verbindlichkeiten bei dem Investor und einstigen Hansa-Retter Rolf Elgeti vorzeitig acht Millionen Euro zurückgezahlt.
Da der aus Mecklenburg-Vorpommern stammende Unternehmer gleichzeitig auf einen Teil seiner Forderungen verzichtete, beträgt der Schuldenstand nach Angaben des Vereins jetzt nur noch rund drei Millionen Euro. Davon entfallen 1,6 Millionen auf die Ostseestadion GmbH und 1,4 Millionen auf den FC Hansa Rostock e.V.
Naderi-Verkauf bringt Millionen
„Die Entschuldung ist für den FC Hansa ein historischer Schritt“, sagte der Vorstandsvorsitzende Ronald Maul. Möglich wird sie unter anderem durch die Umsatzsteigerungen der vergangenen Jahre und auch durch den Verkauf des Stürmers Ryan Naderi für rund sechs Millionen Euro an die Glasgow Rangers. Deshalb könne der Verein „diesen Weg gehen, ohne unsere sportlichen und operativen Planungen einzuschränken“, so Maul.
Elgeti und seine Firma Obotritia Capital KGaA hatten den FC Hansa 2015 vor der Insolvenz gerettet. Damals löste der Unternehmer Kredite des Clubs in Höhe von 21 Millionen Euro ab. Dafür erhielt Elgeti einen Anteil von 45 Prozent an der ausgegliederten Spielbetriebsgesellschaft FC Hansa Rostock GmbH & Co. KGaA, den er weiter behält. Die restlichen 55 Prozent gehören dem Mutterverein FC Hansa Rostock.
