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Singer-Porsche 911 mit Louis-Vuitton-Ausstattung: Einzelstücke mit Uhr

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Singer baut Porsche 911 ohnehin nicht gerade nach Schema F um. Für zwei Einzelstücke hat sich der Spezialist nun mit Louis Vuitton zusammengetan – und zeigt besondere Details. Wer einen Porsche 911 zu Singer bringt, dürfte normalerweise schon ziemlich genaue Vorstellungen davon haben, wie das Ergebnis aussehen soll. Das 2009 in Kalifornien gegründete Unternehmen restauriert klassische Elfer und baut sie nach den Vorstellungen ihrer Besitzer neu auf. Bei zwei Exemplaren hatte jetzt allerdings noch jemand ein Wörtchen mitzureden: Louis Vuitton. Das französische Modehaus hat gemeinsam mit Singer zwei Porsche 911 auf Basis der Baureihe 964 gestaltet. Entstanden sind ein Coupé mit Saugmotor und ein Turbo-Cabriolet. Louis Vuitton kümmerte sich unter anderem um Farben, Materialien und zahlreiche Details im Innenraum. Der "Porsche 911 Reimagined by Singer – Classic" trägt eine Lackierung in Safran, von der sich kobaltblaue Elemente und gelbe Akzente abheben. Die Farben stammen aus dem Fundus von Louis Vuitton: Safran verwendet das Unternehmen nach eigenen Angaben seit mehr als 150 Jahren. Unter der neu gefertigten Carbonkarosserie steckt ein klassischer 911, den Singer technisch umfangreich modernisiert hat. Der Vierliter-Sechszylinder kommt ohne Turboaufladung aus, geschaltet wird über ein Sechsganggetriebe. Die Kraft gelangt ausschließlich an die Hinterräder. Angefangen hat alles mit einer Uhr Im Innenraum wird deutlicher, welchen Anteil Louis Vuitton an dem Projekt hatte. Naturfarbenes Leder trifft dort auf gelbe Nähte. Prägungen greifen Muster der Reisekoffer des Unternehmens auf, die für die Marke typische Monogramm-Blüte taucht unter anderem an den Sitzen, Kopfstützen und Sonnenblenden auf. Besonders aufwendig gerieten allerdings die Instrumente. Das hat einen Grund: Eigentlich begann die Zusammenarbeit mit einem Detail: Zunächst sollte die Schweizer Uhrenmanufaktur La Fabrique du Temps Louis Vuitton lediglich eine mechanische Uhr für das Armaturenbrett eines Singer-Porsche entwickeln. Dabei blieb es nicht. Nach Angaben von Louis Vuitton entstand über einen Zeitraum von mehr als einem Jahr eine neue Instrumentierung. Tachometer, Drehzahlmesser und weitere Anzeigen greifen Gestaltungselemente der Tambour-Uhren von Louis Vuitton auf. Die ursprünglich geplante Uhr sitzt zentral im Armaturenbrett und hat einen Trick auf Lager: Sie lässt sich herausnehmen und außerhalb des Autos als Tischuhr verwenden. Für das Coupé entstanden zudem passende Koffer sowie Taschen für den vorderen Kofferraum. Auf dem Dach sitzt zudem ein eigens entworfener Gepäckträger, der laut Louis Vuitton auch ein Surfbrett oder Skier aufnehmen kann. Der zweite 911 geht einen anderen Weg Beim zweiten Auto wiederholen Singer und Louis Vuitton das Konzept nicht einfach in einer anderen Farbe. Der "Porsche 911 Reimagined by Singer – Classic Turbo" ist ein Cabriolet mit 3,8-Liter-Biturbo. Für seine Gestaltung war Nicolas Ghesquière verantwortlich, bei Louis Vuitton künstlerischer Leiter der Damenkollektionen. Die Karosserie ist in einem Weiß lackiert, das Louis Vuitton "Calcaire Lutétien" nennt. Dazu kommen goldfarbene Akzente sowie helles Leder und Holzelemente. Vor allem das Holz bestimmt die Gestaltung. Es findet sich unter anderem im Gepäckraum und hinter den Sitzen. Louis Vuitton und Singer orientierten sich dabei nach eigenen Angaben an klassischen Motorbooten. Auch dieses Auto erhält eigens gestaltete Instrumente und eine zentral angeordnete mechanische Uhr. Passendes Reisegepäck gehört ebenfalls zum Cabriolet. Louis Vuitton fertigte dafür mehrere Taschen und Koffer an. Hinzu kommen bei beiden Fahrzeugen weitere Kleidungsstücke und Accessoires – vom Helm und Fahrhandschuhen für das Coupé bis zu einer eigenen Uhr und einem Anzug für das Cabriolet. Autogepäck gab es bei Louis Vuitton schon 1897 So weit entfernt vom ursprünglichen Geschäft des Modehauses ist die Zusammenarbeit mit Singer zumindest historisch nicht. Louis Vuitton wurde 1854 als Kofferhersteller gegründet. Bereits 1897 entwarf Georges Vuitton nach Angaben des Unternehmens Gepäck speziell für Automobile. Die Koffer waren flach gebaut, damit sie sich auf dem Fahrzeug stapeln ließen. 1909 gingen Pierre und Jean Vuitton noch einen Schritt weiter: Sie entwarfen laut Unternehmensangaben ein eigenes Auto auf einem Sportchassis des Herstellers Stabilia. Später engagierte sich Louis Vuitton unter anderem mit Automobilveranstaltungen, Rallyes und Designpreisen in diesem Bereich. Ob die beiden Autos den Beginn einer längerfristigen Zusammenarbeit markieren, bleibt offen. Singer und Louis Vuitton machen keine Angaben dazu, ob vergleichbar ausgestattete Fahrzeuge künftig auch für Kunden entstehen könnten. Auch Preise für die beiden Einzelstücke nennen die Unternehmen nicht.