Regionalliga Nordost: Fan kollabiert nach Derby in Chemnitz
Der Chemnitzer FC kann im Derby gegen Aue drei Punkte einfahren. Doch der Erfolg gerät kurz nach dem Spiel in den Hintergrund. Beim Regionalligaspiel zwischen dem Chemnitzer FC und Erzgebirge Aue (3:1) ist es unmittelbar nach der Partie zu einem medizinischen Zwischenfall auf den Rängen gekommen. Das bestätigte das Heimteam in einer Stellungnahme. "Kurz nach dem Abpfiff rückte das sportliche Geschehen [...] vollständig in den Hintergrund", teilte der CFC mit. An der Fischerwiese, dem Chemnitzer Stadion, sei es aufgrund des Vorfalls auf der Tribüne still geworden. "Das gesamte Stadion war sich der Ernsthaftigkeit der Situation sofort bewusst. Vielen Dank für euer Einfühlungsvermögen und euer respektvolles Verhalten in diesem Moment", schrieb der Klub. CFC-Trainer spricht Gebet für Betroffenen Laut "Bild" war der betroffene Zuschauer am Samstagabend nach Abpfiff auf den Rängen kollabiert. Er habe reanimiert werden müssen. Ärzte und Sanitäter seien schnell zu Hilfe gekommen. Fans hätten mit Fahnen und Bannern einen Sichtschutz gebildet. Der Zuschauer sei in ein Krankenhaus gebracht und dort weiter behandelt worden. CFC-Trainer Benjamin Duda erklärte auf der Pressekonferenz nach der Partie, er drücke "der Person, die kurz vor Schluss reanimiert werden musste, beide Daumen und spreche ein Gebet, dass das gut ausgeht." Die Szenen von den Rängen waren zuvor schnell bis auf den Platz durchgedrungen. Trotz des Derbyerfolgs verzichtete die Chemnitzer Mannschaft auf ausgelassene Jubelarien. Der Klub hielt sich später auch in seiner Nachberichterstattung zurück. "Einmal mehr ist klar: Es gibt Wichtigeres als den Fußball", schrieb der CFC. "Aus Rücksicht auf die Situation verzichtet der Chemnitzer FC am heutigen Abend auf Jubelfotos und eine ausführliche weitere Berichterstattung zum Spiel." Die Gedanken seien bei dem betroffenen Zuschauer sowie seinen Angehörigen. Man wünsche ihm "von Herzen gute Besserung und alles erdenklich Gute".
