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Champions League: Regeländerung nach Kompany-Forderung

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Seit der Reform der Champions League gibt es mehr Spiele für die Teams. Die Grenze für Sperren wurde aber bisher nicht verändert. Das ändert sich jetzt. Bayern-Trainer Vincent Kompany hatte genau das bereits im Frühjahr während der vergangenen Champions-League-Saison gefordert. Jetzt ist die Uefa seinem Wunsch nachgekommen und hat das Regelwerk für die kommende Spielzeit angepasst. Dafür richtete sich die Uefa am Mittwoch an alle europäischen Verbände und Vereine. In dem Schreiben, das t-online vorliegt, teilte die Uefa mit, dass es für alle europäischen Wettbewerbe – also die Champions League , Europa League und Conference League – zwei wichtige Änderungen gibt. Die erste betrifft die Gelb-Sperren-Regelung, die Kompany als "zu aggressiv" kritisiert hatte . Bislang führte bereits die dritte Gelbe Karte für Spieler und Mitglieder des Trainerstabs zu einer Sperre. Danach folgte eine Sperre nach jeder weiteren ungeraden Gelben Karte, also der fünften, siebten, neunten. Vom No-Name zur WM: 18-Jähriger schreibt ein Fußballmärchen bei Bayern Er ist der heimliche Gewinner bei Bayern: Kimmichs Erbe wird befördert "Bambi ist böse": Bayern-Star mit nächstem Neustart bei Bayern Ausgerechnet Kompany hatte dann auch das Halbfinal-Hinspiel bei Paris Saint-Germain aufgrund seiner dritten Verwarnung verpasst – und durfte dabei nicht an der Seitenlinie coachen. Sperren ab sofort erst nach vier Gelben Karten Der neue Artikel 63.2 des Regelwerks für die Champions League, Europa League und Conference League lautet wie folgt: "Ab dem ersten Spiel der Ligaphase werden Spieler und Mitglieder des Trainerstabs für das nächste Spiel des Wettbewerbs gesperrt, wenn sie vier Gelbe Karten erhalten haben, die nicht zu einer Roten Karte geführt haben, sowie nach jeder weiteren Gelben Karte, also der sechsten, achten usw." Mit der Einführung des neuen Ligamodus in der vergangenen Saison erhöhte sich die Anzahl der Spiele in der Gruppenphase der Champions League und Europa League von sechs auf acht. Diese Änderung, so heißt es in der Mitteilung, habe das bisherige Verhältnis zwischen Gelben Karten und Spielen verändert und das Risiko einer Sperre durch die Ansammlung von Gelben Karten unverhältnismäßig erhöht. Da Spieler während des Wintertransferfensters zu Vereinen wechseln können, die in unterschiedlichen Wettbewerben spielen, wird diese Regelung auch auf die Conference League ausgeweitet, obwohl deren Gruppenphase nur sechs Spiele umfasst. Weitere Regeländerung auch in der Champions League Die zweite kommunizierte Änderung betrifft die Stadionuhren. Bisher war es den Veranstaltern untersagt, die gespielte Zeit nach Ablauf der regulären Spielzeit jeder Halbzeit sowie in der Verlängerung anzuzeigen. Diese Regelung stammt aus einer Zeit, in der Spiele nicht in Echtzeit über mobile Geräte verfolgt wurden und die Nutzung von Bildern in den technischen Zonen rund um das Spielfeld verboten war, heißt es in der Uefa-Mitteilung. "Angesichts der technologischen und regulatorischen Entwicklungen der letzten Jahre erschien diese Bestimmung jedoch veraltet und beeinträchtigte das Stadionerlebnis für die Fans." Um das Regelwerk an die neue Realität anzupassen, wurde die Standardregelung für alle Uefa-Wettbewerbe wie folgt geändert: "Die Stadionuhren dürfen verwendet werden, um die gespielte Zeit oder die verbleibende Zeit anzuzeigen." Der bisherige Passus, der besagte, dass die Uhren am Ende der regulären Spielzeit jeder Halbzeit – auch in der Verlängerung – gestoppt werden mussten, wurde gestrichen. Und mit folgendem Zusatz versehen: "Die Nachspielzeit jeder Halbzeit muss in zusätzlichen Minuten angegeben werden, nicht als fortlaufende Spielzeit (z. B. 45 + x, 90 + y). Dasselbe gilt für die Verlängerung (105 + x, 120 + y)." Die Regeländerungen wurden vom Club Competitions Committee (CCC) der Uefa angestoßen, einem beratenden Gremium aus 21 Personen, größtenteils Vertreter einzelner Vereine. Sowohl Bayer Leverkusens Geschäftsführer Fernando Carro als auch Borussia Dortmunds Präsident Hans-Joachim Watzke, der sogar stellvertretender Vorsitzender ist, sind Mitglied in dem Gremium. Carro sagte t-online Ende April Folgendes zu der von Kompany öffentlich angestoßenen Causa: "Ich persönlich teile die Einschätzung von Vincent Kompany. Es gibt im Club Competitions Committee der Uefa allerdings unterschiedliche Positionen dazu." Und weiter: "Wir diskutieren das in diesem Gremium aktuell intensiv und werden zu gegebener Zeit eine Entscheidung treffen." Das war jetzt der Fall.