WM: Argentinien-Rüpel Paredes spielte im Finale wohl mit Rippenbruch
Rund um das WM-Endspiel machte Leandro Paredes Negativschlagzeilen. Nun kommt ans Licht, dass er wohl mit einer geheim gehaltenen Verletzung auflief. Leandro Paredes ist nach dem verlorenen WM-Finale gegen Spanien (0:1 n.V.) mit der argentinischen Nationalmannschaft in seine Heimat zurückgekehrt. Dort geht der Ligabetrieb nahtlos weiter. Schon in drei Tagen steht für seinen Klub Boca Juniors das Hinspiel in der Copa Sudamericana gegen O'Higgins auf dem Programm. Ob er dafür einsatzbereit ist, ist allerdings fraglich. Das hat jedoch nichts mit den Ermittlungen zu tun, die die Fifa startete, nachdem Paredes nach Schlusspfiff ausgerastet war und den Spanier Gavi zu Boden geschubst hatte. Ein hartes Vergehen, das ihm anders als zunächst angenommen aber keine Rote Karte eingebracht hat. Die Fifa klärte am Dienstag darüber auf, dass gegen den Mittelfeldspieler keine Strafe ausgesprochen wurde – bei dem vermeintlichen Platzverweis lag offenbar ein Kommunikationsfehler vor. Nach Auseinandersetzung auf dem Feld: Spanier sticheln bei WM-Party gegen Argentinier Nach WM-Triumph : Spanien-Weltmeister singt Spottlied über Erling Haaland Paredes' Verletzung wurde nicht kommuniziert Wie die argentinische Sportzeitung "Olé" berichtet, war Paredes in New Jersey mit einem Rippenbruch aufgelaufen. Dieser verhindere nun womöglich einen Einsatz für Boca. Es heißt sogar, dass der 32-Jährige insgesamt drei WM-Partien mit der Verletzung bestritt, zwischendurch auch Atemprobleme gehabt habe. Der Bruch sei aber vom Verband geheim gehalten worden, da man befürchtete, dass Gegenspieler die angeschlagene Stelle von Paredes ins Visier nehmen könnten. Ungeachtet der Berichte über Paredes' Verletzung wird der Fifa-Disziplinarausschuss die offiziellen Berichte des Schiedsrichters sowie TV-Bilder der Rudelbildung auswerten, bevor über mögliche Strafen gegen Spieler und Mitglieder des Trainerteams Argentiniens entschieden wird.
