Conference League: Kurioser Elfmeter kostet Hamrum das Spiel
Im Spiel zwischen Runavik und Hamrun sieht es schon nach Verlängerung aus. Dann bedeutet ein kurioser Elfmeter das Aus für eine der Mannschaften. Der maltesische Klub Hamrun ist durch einen bitteren Elfmeter in der ersten Runde der Qualifikation zur Conference League ausgeschieden. Nach einem 1:1 im Hinspiel gegen den färoischen Klub Runavik stand es auch im Rückspiel nach 90 Minuten 1:1. Alles deutete auf eine Verlängerung hin, da probierte es Runavik nochmal mit einem Steilpass, der aber ins Toraus zu fliegen drohte. Runaviks Aron Knudsen erlief den Ball jedoch noch und schlug ihn in die Mitte vor das Tor, wo aber keiner seiner Mitspieler auf die Hereingabe wartete. Damit war die Situation quasi geklärt. Die Hamrun-Spieler hatten die Situation jedoch falsch eingeschätzt und glaubten, der Ball sei Aus gegeben worden. Sie gingen also davon aus, dass das Spiel mit einem Abstoß fortgesetzt würde. Der Verteidiger Emerson nahm den Ball deshalb in die Hand – und Schiedsrichter Jérémy Müller entschied auf Handspiel und Elfmeter. In der vierten Minute der Nachspielzeit verwandelte Petur Knudsen den fälligen Strafstoß zum 2:1-Sieg für Runavik. Besonders bitter: Die Zeitlupenaufnahmen scheinen zu zeigen, dass der Ball tatsächlich im Toraus war und es somit wirklich Abstoß hätte geben müssen. Weder der Linienrichter noch der Schiedsrichter hatten das jedoch erkannt. Einen Videoassistenten gibt es in der Conference-League-Qualifikation erst ab der dritten Runde. Trotz einiger Proteste mussten die Hamrun-Spieler die Entscheidung und damit ihr Ausscheiden also akzeptieren. In der zweiten Runde der Qualifikation trifft Runavik nun auf den slowenischen Verein Koper.
