USA-News: Trump verteidigt Milliarden-Einnahmen durch Kryptowährungen
Mit Kryptowährungen hat Trump voriges Jahr 1,2 Milliarden Dollar verdient. Das US-Militär ist in Venezuela im Einsatz. Alle Entwicklungen im Newsblog. Mittwoch, 1. Juli Ex-CIA-Chef John Brennan klagt gegen US-Justizministerium Angesichts von Hinweisen auf eine kurz bevorstehende Anklage durch das US-Justizministerium hat der ehemalige CIA-Direktor John Brennan am Mittwoch Klage bei einem US-Bundesgericht eingereicht. Wie die "Washington Post" berichtet, bittet Brennan das Gericht um eine Intervention, bevor das Justizministerium überhaupt Anklage gegen ihn erhebt. In einer in Washington eingereichten Klage forderten Brennans Anwälte die Richter auf, führende Beamte des Justizministeriums anzuweisen, alle Unterlagen im Zusammenhang mit der Untersuchung gegen den Geheimdienstleiter aus der Obama-Ära zu sichern. Die Anwälte erklärten, dass sie diese Unterlagen als Teil einer Verteidigungsstrategie nutzen wollen. Sie argumentieren, dass eine mögliche Strafverfolgung gegen Brennan aus rachsüchtigen Motiven von Präsident Donald Trump erfolge. Trump wolle sich mit Brennan an einem langjährigen Kritiker rächen, heißt es. Das Justizministerium hat nicht sich bislang nicht auf zur Brennans Klage geäußert. Doch führende Beamte des Ministeriums, darunter Justizminister Todd Blanche, haben in den vergangenen Monaten keinen Hehl daraus gemacht, dass Brennan im Fokus ihrer Ermittlungen steht. Trumps früherer Nationaler Sicherheitsberater John Bolton hat sich erst kürzlich schuldig bekannt in einem Verfahren über den unrechtmäßigen Umgang mit vertraulichen Regierungsdokumenten. Auch der Prozess gegen Bolton gilt als Revanche des Präsidenten. Bolton war nach seiner Zeit als Sicherheitsberater zum scharfen Kritiker Trumps geworden. Notlandung von US-Helikopter – Besatzungsmitglied vermisst Nach der Notlandung eines Helikopters im Arabischen Meer sucht die US-Marine nach einem vermissten Besatzungsmitglied. Am frühen Morgen (US-Ostküstenzeit) habe ein Helikopter des Typs MH-60S Sea Hawk dort eine Notlandung vorgenommen, Hinweise auf eine feindliche Handlung als Ursache gebe es nicht, teilten die Marine-Streitkräfte des für den Nahen Osten zuständigen Regionalkommandos (Centcom) auf der Plattform X mit. Nach einem der vier Besatzungsmitglieder des Hubschraubers werde noch gesucht, die anderen drei seien bereits gefunden worden, hieß es. Sie befinden sich demnach in stabilem Zustand auf dem Flugzeugträger "USS George H.W. Bush". Diesen hatten die USA im Zuge des Iran-Kriegs in die Region verlegt. Die Ursache des Vorfalls wird nach Angaben des US-Militärs aktuell untersucht. "Alle profitieren": Trump verteidigt seine Milliarden-Einnahmen US-Präsident Donald Trump hat seine Milliarden-Einnahmen mit Kryptowährungen verteidigt. Alle profitierten von dem Boom, sagte Trump am Mittwoch auf einem Militärflugplatz bei Washington. Der Immobilienmogul hatte im vergangenen Jahr mit Kryptowährungen rund 1,2 Milliarden Dollar (gut eine Milliarde Euro) eingenommen. Kritiker sehen einen Interessenkonflikt, da er die Auflagen für den Sektor selbst gelockert hatte. "Ich profitiere, weil der Aktienmarkt steigt, alle profitieren", sagte Trump. Es könne gar keinen Interessenkonflikt geben, denn er kümmere sich nicht um seine persönlichen Finanzen, die von Fonds verwaltet würden. Allerdings hat die Präsidentenfamilie maßgeblichen Einfluss: Gemeinsam mit seinen drei Söhnen hatte Trump die Krypto- und Investitionsplattform World Liberty Financial gegründet, über die er im vergangenen Jahr fast 550 Millionen Dollar einnahm. Das geht aus einer Vermögensaufstellung vor, die das Weiße Haus am Dienstag gemäß einer Gesetzesvorschrift von 1978 veröffentlichte. Für Lizenzgebühren im Zusammenhang mit der sogenannten Trump-Coin kassierte Trump den Angaben zufolge weitere 635 Millionen Dollar. Die virtuelle Münze $TRUMP war kurz vor seiner Amtseinführung Anfang 2025 herausgekommen. Trump werden regelmäßig Interessenkonflikte vorgeworfen, weil er als Präsident die Deregulierung des Krypto-Sektors vorangetrieben hat und selbst in dem Bereich investiert. Zudem begleiten ihn seine Söhne Eric und Donald Trump Jr. oft auf Dienstreisen und treiben im Ausland Immobilieninvestitionen voran. Die Aktivitäten des Präsidenten im Bereich Kryptowährungen sind der Hauptgrund für sein enorm steigendes Privatvermögen. Dieses verdreifachte sich laut dem Magazin "Forbes" zwischen dem Wahljahr 2024 und 2026 nahezu – von 2,3 Milliarden auf 6,5 Milliarden Dollar. Trump fliegt erstmals mit neuer Air Force One aus Katar US-Präsident Donald Trump ist erstmals mit der neuen Präsidentenmaschine Air Force One geflogen – einem umstrittenen Geschenk des Emirats Katar. Die USA sollten "sehr stolz darauf sein", das Flugzeug sei "wunderschön", sagte Trump am Mittwoch auf dem Luftwaffenstützpunkt Joint Base Andrews bei Washington vor dem Jungfernflug in den Bundesstaat North Dakota. Die oppositionellen Demokraten sprechen von "Bestechung", aber auch von Trump-Anhängern kam Kritik. Die Luxus-Boeing 747 habe die US-Steuerzahler "ziemlich wenig" gekostet, sagte Trump weiter. Sie hätten lediglich die sicherheitstechnische Aufrüstung "auf präsidiales Niveau" bezahlt, sagte er, ohne eine Summe zu nennen. "Offen gesagt könnten wir ein Flugzeug wie dieses gar nicht bauen, weil wir nicht bereit wären, das nötige Geld auszugeben", fügte er hinzu. Die Maschine soll vorübergehend die beiden veralteten Präsidentenmaschinen der Air-Force-One-Flotte ersetzen, bis ein neuer Flieger zur Verfügung steht. Die US-Verfassung verbietet es Regierungsvertretern, Geschenke, Titel oder Ähnliches "von einem König, Prinzen oder ausländischen Staat" ohne Zustimmung des US-Kongresses anzunehmen. Um den Verdacht der Bestechlichkeit Trumps auszuräumen, ging die 400 Millionen Dollar teure "Spende" aus Katar offiziell an das Verteidigungsministerium. USA und Iran führen am Mittwoch indirekte Gespräche in Katar Die USA und der Iran wollen nach Angaben aus Diplomatenkreisen am Mittwoch in Katar indirekte Gespräche führen. Geplant seien getrennte Beratungen mit den katarischen und pakistanischen Vermittlern, sagte ein Diplomat der Nachrichtenagentur AFP. Die US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner nehmen demnach nicht an den "technischen Gesprächen" in Doha teil. Am Dienstag hatten sich Witkoff und Kushner nach Angaben des katarischen Außenamtssprechers Madsched al-Ansari mit Katars Regierungschef Scheich Mohammed bin Abdulrahman al-Thani getroffen. Dabei sei es um die Verhandlungen mit dem Iran sowie die Lage im Libanon gegangen. Trump-Verbündeter fordert Sterilisierung von Ausländern Der Trump-Verbündete Sean Davis hat die Sterilisierung von Ausländern vor der Einreise in die USA gefordert. Hintergrund ist die Niederlage, die Präsident Donald Trump am Dienstag im Streit um das US-Geburtsrecht vor dem Obersten US-Gericht kassiert hat. Demnach erlangen Kinder, die in den Vereinigten Staaten zur Welt kommen, weiterhin automatisch die US-Staatsbürgerschaft. Das gilt auch für Kinder von Eltern, die sich illegal oder nur vorübergehend in den USA aufhalten. Trump hatte gleich zu Beginn seiner zweiten Amtszeit eine Anordnung unterzeichnet, mit der er das Geburtsrecht massiv einschränken wollte. Davis schlug nun auf X sieben Wege vor, wie nun mit der Gerichtsentscheidung umgegangen werden soll. Neben der Sterilisierung von Ausländern schlägt er unter anderem auch vor, allen schwangeren oder auch direkt allen weiblichen Ausländerinnen die Einreise zu verweigern. Außerdem könne der Staat einfach aufhören, Geburtsurkunden an diejenigen auszustellen, die Davis als "Nichtbürger" bezeichnet. Dann müsse sich der Supreme Court mit jeder Geburt einzeln beschäftigen, ist er sich sicher. Davis ist Mitgründer und CEO des rechtspopulistischen Onlinemagazins "The Federalist" und galt lange als das mediale Sprachrohr von Trumps MAGA-Bewegung. Obwohl er als überzeugter MAGA-Anhänger gilt, schwankte er zuletzt regelmäßig zwischen entschiedener Unterstützung und deutlicher Kritik an der Trump-Regierung. US-Militär mit großem Hilfseinsatz in Venezuela nach Erdbeben Das US-Militär ist mit einem großen Aufgebot in und um Venezuela im Einsatz, um nach den verheerenden Erdbeben in der vergangenen Woche Hilfe zu leisten. Mehr als 900 Einsatzkräfte seien im Land und weitere rund 800 auf Stützpunkten in Puerto Rico und Curaçao, sagte der Befehlshaber des US-Südkommandos, General Francis Donovan, am Dienstag der Nachrichtenagentur Reuters. Die US-Streitkräfte hätten sich an Such- und Rettungsaktionen beteiligt, bei der Wiederinbetriebnahme des Flughafens geholfen und Luft- und Seetransporte für humanitäre Hilfe mobilisiert. Zudem würden mindestens vier oder fünf MQ-9-Reaper-Drohnen über Venezuela eingesetzt, um den venezolanischen Behörden ein besseres Lagebild zu verschaffen. Der Einsatz markiert eine bemerkenswerte Wende in den Beziehungen zwischen den beiden Ländern. Noch am 3. Januar hatte das US-Militär eine Razzia ausgeführt, um den venezolanischen Präsidenten Nicolas Maduro zu ergreifen und ihn für einen Prozess wegen Drogenhandels nach New York zu bringen. "Der 3. Januar ist noch nicht so lange her. Und man muss sich nur ansehen, wie sich diese Beziehung gewandelt hat", sagte Donovan. Zuletzt tötete das US-Militär in Abstimmung mit den venezolanischen Behörden den Anführer der Gefängnisbande "Tren de Aragua". Melania äußert sich zu Gerichtsurteil Das oberste Gericht der Vereinigten Staaten hat US-Bundesstaaten erlaubt, Transmädchen und -frauen von der Teilnahme an Frauen- und Mädchensportteams auszuschließen. Dazu hat sich jetzt First Lady Melania Trump geäußert. Exportsperre für Anthropic-KI-Modell aufgehoben Die US-Regierung hat ihre Exportsperren für die neuesten KI-Modelle des OpenAI-Rivalen Anthropic nach mehr als zwei Wochen aufgehoben. Man werde heute damit anfangen, den Zugang zu den Programmen Mythos 5 und Fable 5 wiederherzustellen, teilte Anthropic mit. Die Regierung hatte verfügt, dass nur Amerikaner Zugriff auf die KI-Modelle haben durften - was auch für Mitarbeiter der Firma galt. Anthropic blockierte daraufhin beide Modelle komplett, um die Forderung erfüllen zu können. Die Künstliche Intelligenz hinter Anthropics KI-Modell Mythos ist besonders gut darin, zum Teil auch über Jahrzehnte unentdeckt gebliebene Software-Schwachstellen aufzuspüren. Diese Fähigkeit wurde bisher von US-Behörden und ausgewählten Unternehmen eingesetzt, um die Sicherheitslücken zu stopfen. Eine Sorge war von Anfang an, dass eine solche KI in den falschen Händen zu einer gefährlichen Cyberwaffe werden könnte. Ältere Nachrichten zur US-Politik lesen Sie hier .
