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Mette-Marit und Epstein: Warum sie den Kontakt abbrach

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Mette-Marit pflegte mehrere Jahre Kontakt zu dem Sexualstraftäter. Ihre Vergangenheit zwingt sie nun, sich vor dem norwegischen Volk zu erklären. Die Namen zahlreicher prominenter Personen tauchen in den Dokumenten zum Fall Jeffrey Epstein auf, die das US-Ministerium schrittweise veröffentlicht hat. Auch die Kronprinzessin von Norwegen wird mehrfach erwähnt: Private E-Mails belegen, dass Mette-Marit und Epstein zwischen 2011 und 2014 regen Kontakt hatten. Die Freundschaft bereut sie heute, sagte die 52-Jährige nun in einem Interview mit dem norwegischen Fernsehsender NRK. Sie habe nicht gewusst, dass der 2019 verstorbene Unternehmer, der 2008 verurteilt wurde und 13 Monate im Gefängnis saß, ein Sexualstraftäter gewesen sei. Sie habe jedoch im Laufe der Zeit gemerkt, dass er ein böser Mensch gewesen sei. Mette-Marit und Jeffrey Epstein hatten sich nach seiner ersten Haftstrafe über gemeinsame Freunde kennengelernt. "Es waren Menschen, denen ich vertraute und deren Urteilsvermögen ich schätzte", so die Prinzessin im Interview. Sie hatten regen E-Mail-Austausch, 2013 besuchte Prinz Haakons Ehefrau den Geschäftsmann auf seinem Anwesen in Palm Beach, Florida . Unter anderem auf diesem Anwesen soll Epstein junge Frauen und Mädchen missbraucht haben. "So manipulativ" Etwas "Illegales" habe Mette-Marit nicht miterlebt – sie räumte jedoch ein: "Epstein hat sich mir gegenüber auf eine Weise verhalten, die mir nicht gefallen hat. Das kann ich nicht verbergen." Weiter führte sie aus: "Als er am letzten Tag unseres Aufenthalts in Palm Beach ankam, brachte er mich in eine Situation, die mich so verunsicherte, dass ich bei Haakon zu Hause anrief." Über Details will Mette-Marit nicht sprechen, um einen Angriff soll es sich laut Informationen des Senders aber nicht gehandelt haben. Prozess ist vorbei: Auch Verteidigung will Haftstrafe im Høiby-Prozess Mette-Marits Fernsehinterview: "Ich wünschte, ich hätte ihn niemals getroffen" Nach diesem Vorfall habe sie "noch eine Zeit lang Kontakt" zu Epstein gehabt. "Ich denke, es lag wahrscheinlich daran, dass er so manipulativ war und die Tatsache ausnutzte, dass wir einen gemeinsamen Freund hatten, dass ich leichtgläubig bin. Ich glaube gern an das Gute im Menschen." Doch das Vertrauen sei geschwunden. Es seien weitere Vorfälle gefolgt, sagte Mette-Marit, die sie erkennen ließen, dass er "ein schlechter Mensch war". "Ich sah aus nächster Nähe, wie er andere erpresste", schilderte die Prinzessin. Auch sie habe sich von Jeffrey Epstein benutzt gefühlt. Heute bereut sie nicht nur die Freundschaft, sagt sie – sondern auch die Tatsache, dass sie damals niemanden vor Epstein gewarnt habe. Im Sommer 2014 brach sie nach eigener Aussage den Kontakt ab. Fünf Jahre später erwartete Jeffrey Epstein ein Prozess. Der Vorwurf: Er hatte über Jahre ein System aufgebaut, in dem junge Frauen und Mädchen missbraucht wurden. Doch ehe es dazu kam, beging er in seiner Gefängniszelle Suizid.