Oscars 2026: Überraschung hinter den Kulissen
Die Oscars blieben in diesem Jahr ohne große Zwischenfälle. Eine Entscheidung sorgte jedoch für Emotionen im Saal und hinter den Kulissen. t-online war dabei. Aus Los Angeles berichtet Jennifer Doemkes Keine Ohrfeigen, keine Proteste, kaum politische Seitenhiebe – die Oscar-Verleihung verlief in diesem Jahr ohne große Zwischenfälle. Moderator Conan O'Brien thematisierte in seiner Eröffnungsrede zwar einige vorangegangene Aufreger, wie Sie hier lesen können, im Mittelpunkt der Verleihung standen aber vor allem die Filme und ihre Nominierten. Sorge bei den Oscars: Das hat es lange nicht gegeben Und die machten es durchaus spannend. Hatte Timothée Chalamet zu Beginn des Jahres noch als Favorit auf den Award als bester Schauspieler gegolten, katapultierte er sich zuletzt mit seinen Aussagen über die Bedeutungslosigkeit der Theater- und Opernbranche bei vielen ins Aus – und schaffte Platz für seine Konkurrenten. Nach seinem Sieg bei den Actor Awards holte sich Michael B. Jordan auch den Oscar für seine Hauptrolle in "Blood & Sinners". Viele hatten darauf gehofft, dass er sich gegen Timothée Chalamet ("Marty Supreme"), Leonardo DiCaprio ("One Battle After Another"), Ethan Hawke ("Blue Moon") und Wagner Moura ("The Secret Agent") durchsetzt. Doch als sein Name wirklich durch den Saal des Dolby Theatres schallte, hielt es kaum jemanden auf den Sitzen. Auch im Presseraum hinter den Kulissen sprangen viele Journalisten begeistert auf, denn mit dieser Entscheidung hatte keiner mehr gerechnet. Für Michael B. Jordan ist es der erste Oscar. "Ich fühle mich gesegnet, dass so viele Menschen an mich glauben. Ich mache das seit 25 Jahren und sie sind noch immer da und unterstützen mich", sagte er zu den Journalisten hinter den Kulissen und betonte: "Ich bin kein großer Redner, aber ich möchte als ein Beispiel für die nächste Generation vorangehen." "One Battle After Another" war Abräumer des Abends Das Südstaatendrama "Blood & Sinners" von Regisseur Ryan Coogler war mit 16 Nominierungen mit so vielen wie kein anderer Film in der Geschichte der Oscars ins Rennen gegangen. Der Film gewann schließlich fünf Auszeichnungen. Der Politthriller "One Battle After Another" von Paul Thomas Anderson holte einen Goldjungen mehr, unter anderem in der Königskategorie Bester Film, und wurde damit zum Abräumer des Abends. Deutschland ging in diesem Jahr leer aus. Michael Ralla und Guido Wolter, die für die visuellen Effekte von "Blood & Sinners" nominiert waren, mussten sich gegen "Avatar: Fire and Ash" geschlagen geben. "Es ist unglaublich, dass wir überhaupt dabei sein dürfen. 395 Filme wurden eingereicht für diese Kategorie und wir waren unter den letzten fünf. 390 haben es nicht geschafft – deshalb wird so oder so gefeiert", hatte Michael Ralla t-online vor der Verleihung gesagt. Trotzdem gab es einen kleinen Erfolg für deutsche Filmemacher. Das norwegische Drama "Sentimental Value" von Regisseur Joachim Trier wurde als bester internationaler Film prämiert. Das Drama, das auch aus Deutschland mitproduziert wurde, erzählt vom komplizierten Verhältnis eines Vaters zu seinen Töchtern.
