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Felicitas Woll: "Meine Seele war dort schon einmal"

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Felicitas Woll kehrt mit "Das dunkle Vermächtnis" ins TV zurück und spricht im Interview über das Schicksal und übersinnliche Erfahrungen.

Wiedersehen mit Felicitas Woll (46): Mit "Das dunkle Vermächtnis" kehrt die Schauspielerin am 14. März ins TV zurück. Der Film, der um 20:15 Uhr im Ersten zu sehen ist, bewegt sich zwischen Krimi, Drama und Tragödie. Inspiriert von einer wahren Begebenheit, erzählt er jedoch bewusst eine eigene Geschichte. Im Mittelpunkt steht die Himmelsscheibe von Nebra - einer der bedeutendsten archäologischen Funde Europas.

Die Bronzescheibe, die 1999 von zwei Raubgräbern auf dem Mittelberg bei Nebra in Sachsen-Anhalt entdeckt wurde, gilt als die älteste bekannte Darstellung konkreter Himmelsphänomene weltweit. "Ich hatte schon immer Interesse an Archäologie und Geschichte", sagt Woll im Interview mit der Nachrichtenagentur spot on news. Dabei spricht sie auch über ihre Offenheit für das, was sich nicht immer rational erklären lässt.

Was wussten Sie über die Himmelsscheibe von Nebra, bevor Sie sich mit dem Film beschäftigt haben?

Felicitas Woll: Ich kann mich auf jeden Fall daran erinnern, wie sie gefunden wurde und dass es durch die Presse ging. Ich habe mich damals insoweit damit beschäftigt, dass ich wusste, dass sie mehr als außergewöhnlich ist und etwas in dieser Art noch nicht gefunden wurde. Aber ich war schon immer fasziniert von solchen Funden.

Woher kommt diese Faszination?

Woll: Ich hatte schon immer Interesse an Archäologie und Geschichte. Ich liebe es in Museen zu gehen und vergangener Zeit so nah zu sein, sich in Ruhe und mit Fantasie in diese andere Welt zu begeben. Das ist wie eine Zeitreise. Vor allem die ägyptische Geschichte - da habe ich immer das Gefühl, dass meine Seele dort schon war.

In der Himmelsscheibe treffen wissenschaftliche Erkenntnisse auf eine geheimnisvolle Aura. Im Film ist sogar von einem Fluch die Rede - haben Sie persönlich einen Glauben an das Übernatürliche?

Woll: Ich bin schon so aufgewachsen, dass mir von klein auf immer bewusst war, dass es mehr gibt zwischen Himmel und Erde, als uns bewusst ist. Ich hatte auch schon immer die Fähigkeit, Dinge zu spüren oder zu sehen. Nennen wir es Geister oder Energie. Egal wo ich war auf der Erde, überall habe ich mich abends unter die Sterne gesetzt und tue es heute noch gerne. Ohne dieses Wissen hätte ich das Gefühl, nicht tief genug mein Leben zu leben.

Und wenn wir schon bei solchen großen Fragen sind: Glauben Sie eher an Schicksal - oder daran, dass man sein Leben selbst in die Hand nimmt?

Woll: Ich denke, dass es eine Mischung aus beidem ist. Dass es vielleicht so etwas gibt wie Schicksal oder eine Geschichte, die für jeden einzelnen geschrieben ist. Und dann kommt es immer noch darauf an, welche Entscheidung du in deinem Leben triffst. Je nachdem kann sich auch das Schicksal oder deine Geschichte ändern. Aber ich denke, dass beides miteinander verwoben ist.

Sie selbst wollten ja eigentlich Krankenschwester werden, bevor Sie zufällig als Schauspielerin entdeckt wurden. Denken Sie manchmal darüber nach, wie anders Ihr Leben ohne das Fernsehen gelaufen wäre?

Woll: Natürlich gibt es Momente, wo ich darüber nachdenke, was wäre, wenn ich damals nicht in dieser Diskothek gewesen wäre. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich gerne Krankenschwester gewesen wäre. Ich weiß noch nicht, ob ich das tägliche Schicksal gut verpackt hätte. Deswegen bin ich immer noch jeden Tag dankbar, dass alles so gekommen ist, wie es gekommen ist.

Viele Kolleginnen und Kollegen drehen inzwischen mit ihren Kindern. Wie stehen Sie dazu - wäre das für Sie grundsätzlich denkbar?

Woll: Nein, das ist für mich jetzt erst mal nicht denkbar. Aber ich habe grundsätzlich nichts dagegen. Der Beruf des Schauspielers wird ja oft in Generationen weitergegeben.

Haben denn Ihre Töchter Ambitionen, Schauspielerinnen zu werden? Würden Sie sie unterstützen - oder eher sagen: "Überlegt euch das gut?"

Woll: Meine große Tochter hat überhaupt keine Ambitionen dazu. Bei meiner kleinen Tochter bin ich mir noch nicht sicher. Sie spielt jetzt schon so schön im Schultheater. Sie hat das nötige Selbstbewusstsein und Ausstrahlung. Aber wer weiß. Sie wird das entscheiden, sollte sie das irgendwann machen wollen. Wenn man diesen Wunsch in sich spürt, dann ist man sowieso nicht aufzuhalten. Dann will das erfüllt werden. Das einzige, was ich dann tun kann, ist, es zu unterstützen und an der Seite zu stehen. Aber das ist jetzt sowieso noch Zukunftsmusik.