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ORF: Mitarbeiterin schweigt offenbar jahrelang über sexuelle Belästigung

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Im ORF-Stiftungsrat wurde ein Brief der betroffenen Frau verlesen, die Vorwürfe gegen Roland Weißmann erhob. Darin schildert sie, was sie jahrelang von einer Meldung abhielt. In den vergangenen Tagen wurden Anschuldigungen wegen sexueller Belästigung gegen ORF-Generaldirektor Roland Weißmann publik. Dieser legte sein Amt mit sofortiger Wirkung nieder. In der ORF-Stiftungsratssitzung wurde nun ein Brief der ORF-Mitatarbeiterin verlesen, die die Vorwürfe gegen Weißmann erhoben hat, wie "oe24" berichtet. Die Mitarbeiterin ließ den Brief über ihren Anwalt an den ORF-Anwalt weiterleiten und bat darum, ihn im Stiftungsrat vorzulesen. Die mutmaßlichen Vorfälle sollen sich bereits 2022 ereignet haben. In dem Brief ist offenbar zu lesen, warum die Mitarbeiterin jahrelang schwieg, bevor sie die Vorwürfe öffentlich machte. Sie habe so lange gebraucht, weil sie "Angst gehabt" habe. Mit sofortiger Wirkung: ORF-Chef Weißmann tritt nach Vorwürfen zurück Nun habe sie die Anschuldigungen hervorgebracht, weil sie gewollt habe, dass so etwas "nie mehr" passiere. An interne Stellen habe sie sich zuvor nicht gewandt, weil Frauen, die im ORF ähnliche Vorwürfe gegen andere erhoben hatten, entweder versetzt oder "gekündigt worden". seien. Weißmann bestreitet Vorwürfe Der Anwalt der Mitarbeiterin hatte bereits eine Woche zuvor dem Stiftungsratsvorsitzenden Heinz Lederer und dessen Stellvertreter Gregor Schütze Material in Wort, Ton und Bild gegen Weißmann vorgelegt. Der ehemalige ORF-Intendant selbst bestreitet die Vorwürfe. Im Umfeld von Weißmann wird der langjährige ORF-Manager Pius Strobl als angeblicher Drahtzieher hinter der Veröffentlichung der Vorwürfe gesehen. Strobl weist das zurück und wirft seinerseits dem Umfeld von Weißmann Mobbing vor, das er diesem wiederholt gemeldet habe. Inzwischen wählte der Stiftungsrat am Donnerstag die bisherige Radiodirektorin Ingrid Thurnher einstimmig zur interimistischen ORF-Generaldirektorin. Die 63-Jährige wurde mit stehendem Beifall begrüßt. Die weiteren Vorwürfe rund um den ORF soll nun eine interne Task Force aufarbeiten.