ADAC: Diese Autos haben eine schlecte Rundumsicht
Eine gute Sicht aus dem Auto bringt Sicherheit. Eine neue ADAC-Auswertung zeigt: Bei vielen modernen Fahrzeugen wird sie schlechter. Das sind die Tops und Flops. Die Rundumsicht aus vielen Autos wird schlechter. Das zeigt eine aktuelle Auswertung des ADAC . Vor allem größere Fahrzeuge mit breiten Säulen, hohen Fensterlinien oder langen Motorhauben schränken die direkte Sicht nach draußen zunehmend ein. Das kann sicherheitsrelevant sein: Mehr als jeder vierte Unfall außerorts passiert beim Abbiegen, Einbiegen oder an Kreuzungen. Häufiger Grund ist, dass Fahrer andere Verkehrsteilnehmer zu spät oder gar nicht wahrnehmen. Besonders gefährdet sind Radfahrer und Motorradfahrer. Sie können hinter Karosseriesäulen kurzfristig vollständig aus dem Sichtfeld verschwinden. Im aktuellen Vergleich schneidet der Mini Cooper am besten ab. Mit der Rundumsicht-Note 2,5 erreicht er als einziges Modell im ADAC-Vergleich die Bewertung "gut". Dahinter folgen mehrere Fahrzeuge mit der Note "befriedigend". Top 5 bei der Rundumsicht laut ADAC Mini Cooper – Note 2,5 Hyundai i10 – Note 2,6 Audi Q8 – Note 2,8 Subaru Outback – Note 2,8 Audi A6 Avant – Note 2,9 Beim Mini Cooper stellen große Fensterflächen und eine relativ steile Frontscheibe eine gute Übersicht nach vorn sicher. Auch beim Hyundai i10 behalten Fahrer das Verkehrsgeschehen gut im Blick, etwa beim Rangieren oder Einparken. Auffällig ist: Kleinwagen schneiden bei der Rundumsicht häufig besser ab als größere Modelle. Sie haben meist schmalere Karosseriesäulen und niedrigere Fensterlinien. Flop 5 bei der Rundumsicht laut ADAC Am Ende der Tabelle finden sich mehrere große Fahrzeuge sowie Vans. Mercedes EQT – Note 5,5 Porsche Cayenne – Note 5,5 Renault Kangoo – Note 5,5 Dacia Jogger – Note 5,4 BMW 7er – Note 5,2 Beim Mercedes EQT (baugleich mit dem Renault Kangoo) etwa schränkt eine vergleichsweise hoch positionierte Rücksitzbank die Sicht nach hinten deutlich ein. Niedrige Hindernisse oder Kinder hinter dem Fahrzeug können dadurch später erkannt werden. Beim Porsche Cayenne liegt dagegen die Vorderkante der langen Motorhaube außerhalb des direkten Sichtfelds des Fahrers. Zwar gewährt die erhöhte Sitzposition einen guten Überblick über den Verkehr, die Fahrzeugfront bleibt jedoch schwer einzuschätzen. Warum die Rundumsicht schlechter wird Der ADAC sieht mehrere Gründe für diese Entwicklung. Breitere A-Säulen verbessern bei einem Unfall zwar den Insassenschutz. Gleichzeitig vergrößern sie jedoch den Bereich des Blickfelds, der verdeckt wird. Hinzu kommen Design- und Effizienzfaktoren: Flach geneigte Windschutzscheiben verbessern die Aerodynamik, während hohe Fensterlinien und massive Karosserien bei vielen modernen Fahrzeugen zum typischen Erscheinungsbild gehören. Assistenzsysteme wie Kameras oder Einparkhilfen können solche Sichtdefizite teilweise ausgleichen. Sie ersetzen laut ADAC jedoch nicht die direkte Wahrnehmung aus dem Fahrzeug.
