Porsche unter Druck: Gewinn des Autobauers sinkt um 91 Prozent
Sportwagenbauer Porsche hat im Jahr 2025 kaum Gewinn gemacht. Ein Grund dafür sind die gestiegenen US-Zölle. Die Milliardenkosten für die Rückbesinnung auf Verbrennermotoren haben den Gewinn des Sportwagenbauers Porsche im Jahr 2025 größtenteils aufgezehrt. Das Ergebnis nach Steuern brach im Vergleich zum Vorjahr um 91,4 Prozent auf 310 Millionen Euro ein, wie der Dax-Konzern mitteilte. 2024 hatten die Stuttgarter unter dem Strich noch fast 3,6 Milliarden verdient. Der Umsatz sank im vergangenen Jahr um fast ein Zehntel auf rund 36,3 Milliarden Euro. Hatte sich schon 2024 ein scharfer Gegenwind für die Schwaben angedeutet, kam es im vergangenen Jahr noch dicker. Die Geschäfte in China stockten, die Zölle in den USA kosteten viel Geld, und die Elektromodelle des Unternehmens fanden deutlich weniger Anklang als erwartet. Ex-Porsche-Chef Oliver Blume hatte daher noch vor seinem Abgang die Strategie umgekrempelt – mehr Verbrenner im Angebot sollten wieder Schub geben. Strategiewende belastet Gewinne Doch die Kehrtwende kostet erst einmal richtig Geld. Allein dafür fielen rund 2,4 Milliarden Euro an. Zusätzlich belasteten die Abwicklung der Batterie-Tochter mit rund 700 Millionen Euro und die US-Zölle mit etwa demselben Betrag. Insgesamt macht das demnach Sonderkosten von rund 3,9 Milliarden Euro. Autoindustrie in der Krise: Gewinn bei VW bricht um die Hälfte ein VW unter Druck: 50.000 Stellen fallen weg – was kommt jetzt? Der operative Gewinn sackte um 92,7 Prozent auf 413 Millionen Euro ab. Im Autogeschäft – also ohne Finanzdienstleistungen – lag der operative Gewinn sogar lediglich bei 90 Millionen Euro. 2024 waren es noch rund 5,3 Milliarden Euro, wie aus der Bilanz der Konzernmutter Volkswagen hervorgeht. Porsche erwartet für das laufende Jahr zwar wieder bessere Geschäfte. Das Management um den neuen Unternehmenschef Michael Leiters rechnet aber weiterhin mit "sehr herausfordernden Marktbedingungen" und geopolitischen Unsicherheiten. Potenzielle Auswirkungen der jüngsten Entwicklungen im Nahen Osten seien nicht berücksichtigt. Leiters hat zu Jahresbeginn die Nachfolge von Blume angetreten, der sich seitdem auf die Führung der Konzernmutter Volkswagen konzentriert.
