Iran-Krieg aktuell: Iran droht USA bei Schutz von Straße von Hormus
Der Iran droht mit Angriffen in der Straße von Hormus. Die Angriffe auf den Iran dauern an. Alle Entwicklungen im Newsblog. Samstag, 7. März Iran droht USA wegen Schutz von Schiffen Die iranischen Revolutionsgarden fordern US-Präsident Donald Trump einem Bericht staatlicher iranischer Medien zufolge heraus, Öltanker mit Marineschiffen durch die Straße von Hormus zu eskortieren. "Der Iran begrüßt die Eskorte von Öltankern und die Anwesenheit von US-Streitkräften bei der Durchquerung der Straße von Hormus ausdrücklich. Wir warten darauf", sagte der Sprecher der Revolutionsgarden, Alimohammad Naini. "Wir empfehlen den Amerikanern, sich vor jeder Entscheidung an den Brand des amerikanischen Supertankers Bridgeton im Jahr 1987 und an die kürzlich angegriffenen Öltanker zu erinnern." USA: Mehr als 3.000 Ziele im Iran angegriffen Das US-Militär hat im Iran seit Kriegsbeginn vor rund einer Woche nach eigenen Angaben mehr als 3.000 Ziele angegriffen. Die Streitkräfte hätten auch 43 iranische Schiffe zerstört oder beschädigt, teilte das US-Regionalkommando für den Nahen Osten (Centcom) auf der Plattform X mit. Erklärtes Ziel des US-Militärs ist es, die gesamte iranische Marine außer Gefecht zu setzen. Im Iran gibt es neben den Kriegsschiffen des Militärs auch eine Flotte der Revolutionsgarden, die in der Vergangenheit zum Beispiel kleinere Schnellboote eingesetzt haben. Israel fliegt weitere Angriffe Die israelische Luftwaffe fliegt in der Nacht nach eigenen Angaben weitere Angriffe im Iran. Man habe eine "breite Welle" an Attacken gegen Infrastruktur begonnen, teilte das Militär in der Nacht mit. Kurz zuvor war Israels Luftabwehr wegen Raketenbeschusses aus dem Iran im Einsatz gewesen. Bald darauf wurde wieder Entwarnung gegeben, die Bevölkerung könne die Schutzräume wieder verlassen, teilte die Armee mit. Berichte über Verletzte gab es nicht. Freitag, 6. März Frankreich verlegt Hubschrauberträger ins Mittelmeer Angesichts des Iran-Kriegs verlegt Frankreich neben dem Flugzeugträger "Charles de Gaulle" auch einen Hubschrauberträger Richtung Mittelmeer . Dieser solle die von Paris bereits entsandten militärischen Kräfte verstärken, teilte der Generalstab der Streitkräfte mit. "Ein amphibischer Hubschrauberträger wird im Mittelmeer eingesetzt, um die französischen Streitkräfte im Rahmen der Krise im Nahen und Mittleren Osten zu ergänzen", sagte eine Sprecherin und bestätigte Informationen der Zeitung "Le Marin". Demnach verließ der Hubschrauberträger "Tonnerre" am Freitag in Begleitung einer Fregatte seinen südfranzösischen Heimathafen Toulon. Ein weiterer französischer Hubschrauberträger befindet sich bereits im Rahmen einer anderen Mission im Nahen Osten. Iran: Keine komplette Blockade der Straße von Hormus Der Iran weist Berichte über eine vollständige Sperrung der Straße von Hormus zurück. Armeesprecher Abolfasl Schekartschi sagte im Staatsfernsehen: "Wir haben die Straße von Hormus nicht blockiert." Man lasse alle Schiffe passieren - mit Ausnahme von US- und israelischen Schiffen. "Die haben da nichts zu suchen", sagte Schekartschi. Zugleich räumte er ein, dass mitten im Krieg nicht allen Schiffen garantiert werden könne, keine Probleme zu bekommen. Angriffe auf US-Stützpunkt in Bagdad Am siebten Tag des Iran-Kriegs ist der Flughafen der irakischen Hauptstadt Bagdad mit Raketen angegriffen worden. Auf den Airport seien mehrere Raketen gefeuert worden, erklärte die irakische Regierung am Freitagabend. Ein Sicherheitsvertreter teilte der Nachrichtenagentur AFP mit, zwei Raketen seien auf dem Gelände des nahe dem Flughafen gelegenen US-Militärstützpunkts Camp Victory eingeschlagen. Opfer gab es demnach nicht. Zu dem Angriff bekannte sich die Gruppe Saraja Awlijaa al-Dam (Wächter des Blutes), die nach eigenen Angaben zu einem pro-iranischen Netzwerk gehört. Unterdessen wurde die Stadt Erbil von Explosionen erschüttert, wie ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP vor Ort berichtete. Demnach war ein lauter Knall zu hören, bevor über einem Hotel Rauch aufstieg. Aus Sicherheitskreisen hieß es, über der Stadt seien Drohnen abgefangen worden, deren Trümmer nahe dem Hotel niedergegangen seien. Trump äußert sich zu neuer Führung im Iran US-Präsident Donald Trump stellte am Freitag erstmals Bedingungen an eine neue Staatsführung im Iran. Wichtig sei, dass die neue Staatsspitze sowohl die USA als auch Israel gut behandelt, sagte Trump im Interview mit dem TV-Sender CNN . Trump stellte klar, dass er erwartet, in die Kür der neuen Führung eingebunden zu werden. Dabei schloss er eine religiöse Staatsführung nicht aus. Demokratie sei keine entscheidende Bedingung, so Trump weiter. Die USA hatten am vergangenen Wochenende gemeinsam mit Israels Luftwaffe im Iran militärisch attackiert. Die alte Staatsspitze sei entmachtet, stellte Trump im CNN-Interview klar. Ölpreis knackt neue Marke Der Ölpreis ist vor dem Hintergrund der militärischen Eskalation im Nahen Osten weiter in die Höhe geschnellt. Am Freitag kostete ein Barrel der Nordsee-Sorte Brent zeitweise 91,89 Dollar – ein Anstieg um mehr als sieben Prozent seit Handelsbeginn und der höchste Stand seit April 2024. Die US-Sorte WTI legte um mehr als zehn Prozent auf 89,15 Dollar zu. Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump eine "bedingungslose Kapitulation" des Iran gefordert. Seit Beginn des Iran-Kriegs wurden mehrere Einrichtungen der Energieinfrastruktur angegriffen. Zudem ist die Straße von Hormus weiterhin dicht, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Öltransports verläuft. Die Meerenge zwischen der arabischen Halbinsel und dem Iran wird vom iranischen Militär kontrolliert. Katars Regierung warnte, der Preis pro Barrel Öl könnte auf bis zu 150 Dollar steigen, das wäre das 2,5-Fache im Vergleich zu vor dem Krieg im Iran. Merz warnt vor Risiken des Iran-Kriegs Kanzler Friedrich Merz hat seine Tonlage zum Iran-Krieg verändert und am Freitag vor einem "endlosen Krieg" und einem Zerfall des Iran gewarnt. "Mit zunehmender Dauer und Ausweitung der Kampfhandlungen sehen wir wachsende Risiken", schreibt Merz in einer am Freitag veröffentlichten Erklärung. Ausdrücklich warnte Merz vor einem Ausweiten der Kämpfe auf kurdische Gebiete, etwa im Irak. Zuvor hatte die EU vor "Migrationsbewegungen wie 2015" bei einer Eskalation der Kämpfe gewarnt. Sanchez erneuert Kritik an US-Intervention im Irak Der von US-Präsident Donald Trump vehement attackierte spanische Regierungschef Pedro Sánchez hat seine Kritik am US-israelischen Krieg gegen den Iran bekräftigt. Dieser Krieg sei "ein außerordentlicher Fehler, für den wir bezahlen werden", sagte Sánchez am Freitag im südspanischen Huelva. Trump hatte seine Attacke gegen Sánchez am Dienstag im Oval Office in der Gegenwart von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) vorgetragen – der darauf verzichtete, den spanischen Kollegen vor laufenden Kameras in Schutz zu nehmen. Sánchez hob nun das Recht von Verbündeten hervor, auf "Fehler" hinzuweisen. "Zwischen verbündeten Ländern ist es gut, dem anderen zu helfen, wenn er recht hat – aber auch, ihm zu sagen, wenn er einen Fehler begeht, wie es hier der Fall ist", sagte Sánchez in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem portugiesischen Amtskollegen Luís Montenegro . Spaniens Premier betonte weiter, er habe enorm "viel Respekt" vor dem Amt des US-Präsidenten und er schätze die amerikanische Gesellschaft. Trump drängt Iran zur bedingungslosen Kapitulation US-Präsident Donald Trump hat die Führung des Iran aufgefordert, bedingungslos zu kapitulieren. "Es wird keinen Deal mit dem Iran geben ohne eine bedingungslose Kapitulation", erklärte Trump auf Truth Social . Die USA und Israel hatten ihre militärische Intervention im Iran am vergangenen Wochenende gestartet. Nach Angaben der USA haben die Alliierten die vollständige Lufthoheit im Iran errungen. Katars Energieminister warnt: Ölpreis könnte sich verdoppeln Der ohnehin schon hohe Ölpreis könnte im Zuge des Krieges gegen den Iran noch deutlich steigen. "Katar geht davon aus, dass die Energieproduzenten in der Golfregion den Ölexport in den kommenden Wochen einstellen und so den Ölpreis auf mehr als 150 US-Dollar pro Barrel treiben", erklärte der katarische Energieminister Saad al-Kaabi in einem Interview mit der "Financial Times". Das ist fast das Doppelte des bisherigen Preises von gut 80 Euro. Er gehe davon aus, dass die Exporteure in den kommenden Wochen "Force Majeure" erklären. Damit würden sie den Krieg in der Golfregion als höhere Gewalt definieren, die Lieferungen unmöglich machte. Dieser Schritt würde die exportierenden Staaten von der Vertragserfüllung entbinden. Aserbaidschan konzentriert Truppen an der Grenze zu Iran Aserbaidschan hat seine Truppen in höchste Alarmbereitschaft versetzt, erklärt der aserbaidschanische Außenminister Jeyhun Bayramov. Auf Videos, die auf dem Kurznachrichtendienst Telegram und auf X geteilt wurden, soll zudem aserbaidschanische Artillerie nahe der iranischen Grenze zu sehen sein. Zudem habe Präsident Alijew den Abzug der aserbaidschanischen Diplomaten aus dem Iran angeordnet, so Bayramov. Der Iran habe unterdessen zugesagt, den Drohnenvorfall in Nachtschiwan zu untersuchen. Aserbaidschan hatte den iranischen Botschafter einbestellt, nachdem eine Drohne in der an der Nordgrenze des Iran angrenzenden aserbaidschanischen Exklave eingeschlagen hatte. Zypern hat EU-Beistandsklausel nicht ausgelöst Das EU-Land Zypern hat nach Angaben des Auswärtigen Amts nach einem Angriff mit iranischen Raketen die EU-Beistandsklausel nicht ausgelöst. Die zyprische Regierung habe bilateral einzelne Staaten um Hilfe gebeten, sagt ein Sprecher des Außenministeriums. "Griechenland hat zwei Fregatten und Kampfflugzeuge bereitgestellt, die sind auch bereits in Zypern angekommen." Frankreich verlege eine Fregatte in zyprische Hoheitsgewässer und habe die Entsendung eines Flugzeugträgers in Aussicht gestellt. "Insofern ist die Lage da ... nicht so dramatisch." Eine Sprecherin des Verteidigungsministeriums betont, dass Deutschland derzeit keine zusätzlichen militärischen Fähigkeiten für Zypern plane. Der deutsche Fokus liege weiterhin auf militärischen Beiträgen an der Ost- und Nordflanke der Nato . WHO bestätigt 13 Angriffe auf medizinische Einrichtungen Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat mittlerweile 13 Angriffe auf Gesundheitseinrichtungen im Iran durch US-amerikanische und israelische Luftschläge verifiziert. Bei den Angriffen wurden mindestens vier medizinische Fachkräfte getötet, 25 weitere wurden verletzt. WHO-Direktor Tedros Adhanom Ghebreyesus erklärte zudem auf einer Pressekonferenz, dass aktuell rund 100.000 Menschen aus dem Iran und dem Libanon geflohen seien. Weitere 60.000 befinden sich innerhalb der Länder auf der Flucht. Angriffe in Bahrain treffen Hotel und Wohngebäude Bei mutmaßlichen iranischen Angriffen auf Bahrain sind mehrere zivile Gebäude beschädigt worden. Wie das Innenministerium des Golfstaats mitteilte, wurden zwei Wohnhäuser und ein Hotel in der Hauptstadt Manama zum Ziel "iranischer Aggression". In einem der Gebäude sei ein Wohnungsbrand gelöscht worden. Tote oder Verletzte habe es keine gegeben. Der Iran reagiert auf die seit einer knappen Woche andauernden amerikanisch-israelischen Militärschläge unter anderem mit Angriffen in der Golfregion. Der kleine Inselstaat Bahrain im Persischen Golf fing nach eigenen Angaben Dutzende iranische Raketen und mehr als 120 iranische Drohnen ab. Neben Wohngebäuden wurden dort auch eine Öl-Anlage und ein wichtiger US-Marinestützpunkt zum Ziel iranischer Angriffe. Ein Mensch wurde bei den Angriffen bisher getötet. Etihad nimmt eingeschränkten Flugbetrieb wieder auf Die Fluggesellschaft Etihad Airways nimmt vom 6. bis 19. März den kommerziellen Flugbetrieb teilweise wieder auf. Zu den wichtigsten Zielen von und nach Abu Dhabi gehören demnach unter anderem Kairo, Delhi, London, Frankfurt, New York , Paris, Moskau, Toronto und Zürich, wie das Unternehmen mitteilt. Nato erhöht wegen Iran Einsatzbereitschaft der Raketenabwehr Die Nato erhöht wegen des iranischen Raketenbeschusses auf die Türkei die Alarm- und Einsatzbereitschaft ihrer ballistischen Abwehrsysteme. Die Maßnahme sei vom Befehlshaber des Nato-Luftstreitkräftekommandos angeordnet worden, teilte der Sprecher des militärischen Nato-Hauptquartiers im belgischen Mons am Abend mit. Dieser habe zudem empfohlen, die Bereitschaft der Nato auf diesem erhöhten Niveau zu belassen, bis die Bedrohung durch Irans anhaltende wahllose Angriffe in der Region nachlasse. Lesen Sie hier mehr zu einem möglichen Nato-Bündnisfall. Ältere Nachrichten zur Lage im Iran lesen Sie hier .
