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Strom-Rechnung: Das können die Ursachen für einen Kosten-Anstieg sein

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Jeden Tag beantwortet ein Experte aus der t-online-Ratgeberredaktion eine Leserfrage rund ums Geld. Heute geht es um überhöhte Stromrechnungen. Einmal im Jahr erhält man die Stromrechnung mit der großen Übersicht darüber, wie viel Strom man verbraucht hat und was er kosten soll. In den vergangenen Jahren hat es durch die Energiekrise immer mal unerwartete Überraschungen gegeben. Seit Anfang 2026 sind die Strompreise insgesamt aber wieder gesunken und befinden sich auf dem Vorkrisenniveau. Es lohnt sich aber immer noch, genau auf die Stromrechnung zu schauen. Ein t-online-Leser hatte dabei nämlich unlängst ein unangenehmes Erlebnis: "Mein Stromverbrauch hat sich verdreifacht. Es ist aber am Haus nichts geändert worden. Keine Wärmepumpen oder Sonstiges, was Strom in der Größenordnung verbrauchen kann." Er soll einen unglaublichen fünfstelligen Betrag bezahlen. Wie kann das denn sein? So hoch sollte der Stromverbrauch ungefähr sein Wenn so etwas vorkommt, sollten Sie erst einmal die Plausibilität des ausgewiesenen Verbrauchs und der Kosten prüfen. Für einen Ein- oder Zweipersonenhaushalt ist ein Stromverbrauch von bis zu 3.000 Kilowattstunden (kWh) pro Jahr noch realistisch. Für drei oder vier Personen können es auch 4.000 kWh sein. Wer zudem ein E-Auto oder eine Wärmepumpe oder sonstige Großstromverbraucher hat, verbraucht natürlich noch mehr. Auch wichtig: Wenn Sie einen elektrischen Durchlauferhitzer für Warmwasser haben, dann kann der Verbrauch auch höher liegen. Der Arbeitspreis für den Strom sollte zwischen 30 und 40 Cent/kWh liegen. Die Stromrechnung kann also zwischen 900 und 1.600 Euro liegen. Zahlen Sie mehr als 40 Cent/kWh dann sollten Sie über den Wechsel des Stromanbieters nachdenken. Es gibt anderswo sicher deutlich günstigere Tarife. Erfahren Sie hier: Ist mein Stromtarif zu teuer? Verbrauchen Sie zu viel Strom? Diese Werte gelten als normaler Stromverbrauch Stehen auf der Stromrechnung deutlich höhere Verbrauchswerte, als hier dargelegt, sollten Sie die angegebenen Zählerstände prüfen. Meistens schickt der Netzbetreiber einmal im Jahr eine Erinnerung, dass Sie den Stromzählerstand ablesen und übermitteln sollen . Das geht per Post oder auch digital. Der Netzbetreiber leitet die Zählerstände an den Stromversorger weiter. Defekte Stromzähler und defekte Geräte können Probleme machen Wenn Sie den Zählerstand nicht selbst mitteilen, dann schätzt der Netzbetreiber den Verbrauch. Das darf zwar nicht willkürlich geschehen – er muss sich auf vergleichbare Wohnungen beziehen –, doch es kommt immer wieder vor, dass sich die Netzbetreiber nicht an die Regeln halten. Wenn Sie vermuten, dass der Netzbetreiber eine unzulässige Schätzung durchgeführt hat, können Sie Widerspruch einlegen. Möglich ist es auch, den Zählerstand noch einmal nachzureichen. Dann kann der Stromanbieter den tatsächlichen Verbrauch heranziehen und die Rechnung korrigieren. Häufig ermöglichen das Stromanbieter auf ihrer Online-Plattform. Sie können aber auch direkt mit Ihrem Versorger Kontakt aufnehmen. Weitere Gründe, weshalb sich der Stromverbrauch plötzlich stark erhöht haben könnte, sind: Fehlerhafte Leitungen: Manchmal passieren bei Elektroarbeiten (auch beim Nachbarn) Fehler. Zur Überprüfung sollten Sie einen Elektriker beauftragen. Alte Elektrogeräte: Geräte wie Kühlschränke, Waschmaschinen, Fernseher oder andere, die schon mehrere Jahre alt sind, verbrauchen meistens mehr Strom als neue Geräte . Die Anschaffung neuer Geräte kann den Stromverbrauch stark beeinflussen. Defekte Elektrogeräte: Geräte können einen kleinen Fehler haben, der zwar nicht die Funktionalität, wohl aber den Stromverbrauch beeinflusst. Vereiste Kühl- und Gefrierschränke: Lassen Sie diese mindestens einmal im Jahr abtauen, da sie durch die Vereisung ineffizienter arbeiten und dann mehr Strom verbrauchen. Defekte Stromzähler : Egal, ob der Stromzähler uralt oder schon ein ganz neuer Smart Meter ist – manchmal können die Geräte defekt sein. Ob das der Fall ist, kann man ganz einfach selbst prüfen. Dazu schalten Sie die Sicherung im Haus ab und kontrollieren, ob der Stromzähler dann immer noch weiterläuft. Wenn das der Fall ist, dann sollten Sie den Messstellenbetreiber kontaktieren, damit der Zähler ausgetauscht wird. Dann haben Sie auch ein Recht auf Erstattung der zu viel berechneten Kosten. Wenn sich die eigene Stromrechnung innerhalb kürzester Zeit augenscheinlich ohne Grund stark erhöht, sollte man auf jeden Fall zunächst widersprechen und der Ursache nachgehen. Wenn der Kontakt mit dem Stromanbieter oder dem Netzbetreiber schwierig wird, können Verbraucher die Schlichtungsstelle Energie e. V. kontaktieren. Dort können private Verbraucher einen Schlichtungsantrag stellen. Heimliche Preiserhöhung: Das ist verboten Grund für eine überhöhte Rechnung kann auch eine Preiserhöhung sein. Diese muss der Stromanbieter dem Kunden schriftlich mitteilen . Wer in der Grundversorgung ist, muss sechs Wochen vor der Erhöhung über Preisänderungen informiert werden. Zusätzlich müssen die Änderungen öffentlich bekanntgemacht werden. Das erfolgt in der Tageszeitung oder im Amtsblatt und im Internet. In Sonderverträgen muss der Kunde vier Wochen vor der Anpassung informiert werden. Haben Sie keine Information erhalten, ist die Erhöhung ungültig. Wenden Sie sich dann an Ihre örtliche Verbraucherzentrale. In jedem Fall haben Kunden bei einer Preisänderung ein Sonderkündigungsrecht.