Die deutsche Herren-Nationalmannschaft, amtierender Basketball-Welt- und Europameister, hat nach dramatischem Spielverlauf erfolgreich Revanche für die Niederlage in Kroatien am vergangenen Freitag genommen. Vor 6.000 Zuschauern im ausverkauften Bonner Telekom Dome gewann das Team von Bundestrainer Álex Mumbrú das „Rückspiel“ gegen Kroatien heute nach Verlängerung mit 91:89 (22:24, 19:26, 21:17, 15:10, 14:12). Weiter geht es mit den FIBA World Cup 2027 Qualifiers im Juli mit den Spielen gegen Israel und Zypern (Montag, 6. Juli 2026, Brose Arena in Bamberg, Spielbeginn 19.00 Uhr, Tickets hier).
Hohe Intensität
Nach dem ersten Spiel war Oscar da Silva zum deutschen Team gestoßen. Und direkt vor der Partie wurde Kapitän Johannes Thiemann nachträglich für sein 100. Länderspiel (EuroBasket 2025 gegen Montenegro) geehrt. Jack Kayil, David Krämer, Louis Olinde, Johannes Thiemann und Leon Kratzer begannen für Deutschland. Deutschland war um hohes Tempo bemüht, hatte aber zunächst kein Wurfglück (3:7, 3.). Thiemann ging voran, bediente Olinde und der traf gleich zweimal für drei zum 11:7 (4.), die Halle stand Kopf. Die Intensität war wie schon in Spiel eins enorm hoch, beide Teams schenkten sich nichts. Beim 15:18 war Kroatien wieder vorne (8.), Mumbrú hatte bereits elf Spieler eingesetzt. Da Silva holte die deutsche Führung zurück, aber nach zehn Minuten lagen die Kroaten knapp in Front (22:24).
Kayil dunkt spektakulär
Der Gegner machte es den DBB-Korbjägern mit aggressiver Verteidigung sehr schwer. Offensiv suchte das Mumbrú-Team minutenlang vergeblich nach Lösungen, bis Thiemann an der Freiwurflinie das 24:26 besorgte und dann auch zum 26:30 traf (15.). Beim 26:34 rief Mumbrú sein Team zusammen, das Spiel konnte ihm so nicht gefallen. In vielen Situationen war die DBB-Auswahl einen Hauch zu spät, aber „JT“ hielt seine Mannschaft immer wieder im Spiel und Kayil riss die Halle mit einem spektakulären Dunking mit (33:37, 17.). Wieder Thiemann war für das 35:37 zuständig, Auszeit Kroatien. Deutschland setzte jetzt alles dagegen, da Silva arbeitete am offensiven Brett, aber die kroatischen Dreier gegen engste Defense taten weh (39:48, 20.). Mit 41:50 ging es in die Kabinen, das zu bohrende Brett war ordentlich dick.
Fotos: DBB/Berger | DBB/Camera 4 | FIBA
