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Irans Ex-Präsident Ahmadinedschad bei Luftangriff getötet

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Mahmud Ahmadinedschad war von 2005 bis 2013 Präsident der Islamischen Republik Iran. Jetzt ist der 69-Jährige im Krieg in Nahost gestorben. Mahmud Ahmadinedschad ist bei einem Luftangriff in Teheran getötet worden. Nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Ilna befand sich der 69-Jährige gemeinsam mit Leibwächtern in seinem Haus im Osten der Hauptstadt. Ahmadinedschad war von 2005 bis 2013 Präsident der Islamischen Republik. Geboren wurde er 1956 in Garmsar. Er studierte Bauingenieurwesen und machte nach der Revolution von 1979 Karriere in der Verwaltung. 2003 wurde er Bürgermeister von Teheran und gewann zwei Jahre später überraschend die Präsidentschaftswahl. Zu Beginn galt er als Favorit des schiitischen Klerus sowie der Hardliner und konservativen Kräfte im Parlament. Er inszenierte sich als Anwalt der "einfachen Leute" und versprach, Ölreichtum gerechter zu verteilen. Newsblog : Alle aktuellen Nachrichten zum Krieg in Nahost Ajatollah Ali Chamenei : Was bedeutet sein Tod für den Iran? Irans bekanntester Holocaustleugner Außenpolitisch setzte Ahmadinedschad auf Konfrontation. Seine harte Linie im Atomstreit verschärfte den Konflikt mit dem Westen und führte zu internationalen Sanktionen, die Iran in eine schwere Wirtschaftskrise stürzten. Zugleich drohte er Israel militärisch und stellte wiederholt den Holocaust infrage. Mit dieser Rhetorik isolierte er das Land international. Unter seiner Präsidentschaft fanden in Teheran Veranstaltungen statt, die den Holocaust relativierten und als politisches Instrument des Westens darstellten. Die Aussagen lösten weltweit scharfe Kritik aus. Innenpolitisch geriet Ahmadinedschad spätestens nach der Wiederwahl 2009 unter Druck. Die sogenannte Grüne Bewegung protestierte gegen mutmaßliche Wahlmanipulationen, Sicherheitskräfte gingen hart gegen Demonstranten vor. Während seiner Amtszeit stützte sich Ahmadinedschad stark auf die Revolutionsgarden (IRGC), denen er im Gegenzug wachsenden Einfluss bei Privatisierungen und in strategischen Wirtschaftssektoren verschaffte. Bruch mit dem Obersten Führer Obwohl Ahmadinedschad zunächst als Ziehsohn des am Samstag getöteten Ajatollah Ali Chamenei galt, kam es in seiner zweiten Amtszeit zum offenen Machtkampf. 2011 wollte er den Geheimdienstminister entlassen, Chamenei setzte diesen jedoch wieder ein und stellte damit seine Autorität klar. Ahmadinedschad zog sich daraufhin zeitweise demonstrativ aus dem Regierungsalltag zurück. Der Konflikt drehte sich um die Frage, wie weit die Befugnisse des gewählten Präsidenten gegenüber dem Klerus reichen. Ahmadinedschad versuchte, seinen Einfluss auszubauen, und geriet damit in direkten Gegensatz zum Machtzentrum der Islamischen Republik. In den Folgejahren wurde er politisch zunehmend marginalisiert. Nach dem Ende seiner Amtszeit 2013 übernahm er kein Regierungsamt mehr. Der Wächterrat schloss ihn 2017, 2021 und 2024 von Präsidentschaftswahlen aus. Zuletzt galt er selbst unter Hardlinern als umstritten und politisch isoliert.