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Февраль
2026

Debatte über Abgabe: SPD-Politikerin: Zuckersteuer für besseren Gesundheitsschutz

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Die SPD-Gesundheitspolitikerin Cornelia Urban findet: Appelle reichen nicht. Deshalb fordert sie eine Zuckersteuer in einem abgestuften Modell. Was die Abgabe aus ihrer Sicht bewirken könnte.

Die Thüringer SPD-Gesundheitspolitikerin Cornelia Urban hält eine Zuckersteuer für ein geeignetes Instrument der Prävention und des Gesundheitsschutzes. "Wir haben ein massives Präventionsproblem, insbesondere bei Kindern und Jugendlichen, und wir wissen, dass eine kluge Abgabe Anreize setzen kann – vor allem dann, wenn sie Hersteller zur Zuckerreduktion bewegt", sagte Urban in einer Mitteilung. Es sei naiv zu glauben, Appelle allein reichten gegen eine aggressive Vermarktung und ein Überangebot an Zuckerprodukten nicht aus. 

"Eine Zuckerabgabe für die großen Lebensmittelkonzerne muss fair und wirksam gestaltet sein. Ein gestuftes Modell kann dazu führen, dass die Hersteller Rezepturen verbessern, statt die Verbraucher pauschal zu belasten", so Urban. Bei einem gestuften Modell würden ab bestimmten Zuckerwerten höhere Abgaben fällig. Urban plädierte dafür, das Geld dann beispielsweise für Vorsorge und Ernährungsbildung einzusetzen. 

Die Union lehnt die Einführung einer Zuckersteuer ab. Beim CDU-Bundesparteitag in Stuttgart vor einer Woche wurde ein Vorstoß des CDU-Landesverbands Schleswig-Holstein dazu abgelehnt. Der Antrag sah vor, dass die CDU die Einführung einer Steuer auf Getränke mit hohem Zuckeranteil fordert. Sie sollte mit gestaffelten Sätzen Anreize setzen, den Zuckergehalt zu senken. Gefordert wurde darin auch eine Altersgrenze von 16 Jahren für Energy-Drinks.