Santander: Bank plant wohl massiven Stellenabbau in Deutschland
Rekordgewinn, aber Stellenabbau: Die spanische Großbank Santander plant in Deutschland die Schließung von rund 50 Filialen. Bis zu 150 Mitarbeitende könnten ihren Job verlieren. Trotz eines Rekordgewinns auf Konzernebene will die spanische Großbank Santander ihr Filialnetz in Deutschland deutlich verkleinern. Die "Bild" zitiert eine Unternehmenssprecherin, nach deren Angaben Santander Deutschland derzeit eine Optimierung seiner Standorte prüfe. Diese könnte mit der Schließung von rund 50 Filialen und einem Abbau von bis zu 150 Stellen einhergehen. Der Schritt ist Teil eines umfassenden Umbaus, mit dem das Unternehmen auf den tiefgreifenden Wandel im Bankensektor reagiert. Immer mehr Kundinnen und Kunden bevorzugen demnach digitale Angebote, was die Nachfrage nach klassischen Filialservices verringert. Interne Informationen, die der "Bild" vorliegen, deuten sogar auf bis zu 170 betroffene Mitarbeitende hin. Genannt werden unter anderem Standorte in Aalen, Brandenburg, Celle , Flensburg , Greifswald , Kempten, Leverkusen und Tübingen . Eine endgültige Entscheidung über die betroffenen Filialen steht laut Unternehmen aber noch aus. Santander vermeldet Milliardengewinn Die Maßnahme erfolgt vor dem Hintergrund eines historischen Rekordergebnisses: Erst kürzlich hatte Konzernchefin Ana Botín für das abgelaufene Jahr einen Gewinn von 14,1 Milliarden Euro bekannt gegeben. Bis 2028 will die Santander-Gruppe diesen Wert auf 20 Milliarden Euro steigern. Es ist nicht das erste Mal, dass Santander in Deutschland sein Filialnetz verkleinert. Bereits 2017 wurden rund 100 Standorte geschlossen und etwa 1.100 Stellen abgebaut. Der deutsche Bankenmarkt gilt als besonders wettbewerbsintensiv. Santander beschäftigt in Deutschland rund 3.900 Menschen und sieht sich selbst als eine der großen Privatbanken im Land.
