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Vetternwirtschaft in AfD: Lebensgefährtin im eigenen Büro – neuer Fall

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Auch nach der Krisensitzung am Montag kommt die AfD-Bundestagsfraktion nicht zur Ruhe. Ein weiterer Abgeordneter aus NRW führt seine Lebensgefährtin im eigenen Büro als Mitarbeiterin an. Der AfD-Bundestagsabgeordnete Hauke Finger aus Nordrhein-Westfalen arbeitet mit seiner langjährigen Lebensgefährtin im eigenen Bundestagsbüro. Das belegt unter anderem ein Auszug aus einer internen Datenbank des Parlaments, der t-online vorliegt. In der Regel geht solche Mitarbeit auf ein Beschäftigungsverhältnis zurück. Beide teilen zudem unter anderem die Wohnanschrift. Finger zog 2025 in den Bundestag ein. Auf eine Anfrage von t-online reagierte der Abgeordnete nicht. Fingers Fall ist der dritte in der Vetternwirtschafts-Affäre der Partei, der Vertreter des Landesverbands Nordrhein-Westfalen im Bundestag betrifft. Recherchen von t-online hatten aufgedeckt, dass der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Stefan Keuter seine eigene Freundin beschäftigt . Beim Abgeordneten Markus Matzerath arbeitet außerdem die Ehefrau des Landespolitikers Klaus Esser. Weidel: "Haltlos und aufgebauscht" Die Anstellung von Fingers Lebensgefährtin im eigenen Büro, über die zuerst die "Zeit" berichtete, dürfte die Partei- und Fraktionsspitzen um Alice Weidel und Tino Chrupalla nun weiter in Bedrängnis bringen. In Krisensitzungen am Montagabend hatten sie sich bis in die Nacht mit den Vorwürfen beschäftigt. Am Dienstag verkündete Weidel dann, "Einzelfälle" in Gesprächen geprüft zu haben. Dabei habe sich herausgestellt, "dass die Anwürfe aus Richtung der Medien in der Tat haltlos und völlig aufgebauscht sind". Beim stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden lag der Fall offenbar anders: Keuter sei aufgefordert worden, bis kommende Woche über Konsequenzen aus der Berichterstattung nachzudenken. Ihren Ausgang genommen hatte die Affäre in der AfD-Landesspitze Sachsen-Anhalt . Exklusiv-Recherchen von t-online legten anschließend offen, dass auch die Landesvorsitzenden von Baden-Württemberg und Niedersachsen, Markus Frohnmaier und Ansgar Schledde , verstrickt sind. Hinzu kamen Spitzenpolitiker aus Rheinland-Pfalz und Bundesvorstände wie Dirk Brandes.