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Neues Benzin E20: Diese VW, BMW, Mercedes dürfen den Sprit tanken

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Nach E5 und E10 kommt E20: Ein neuer Kraftstoff soll künftig das Tanken verändern. Aber welche Autos vertragen den Sprit? Ein Schreiben des VW-Konzerns zeigt nun, wer zugreifen kann und wer unbedingt aufpassen muss. Der Weg zum Elektroauto erhält eine Zwischenstation: Ab 2027 oder 2028 wird der neue Kraftstoff E20 an Tankstellen verfügbar sein. Er enthält 20 Prozent Ethanol und soll fossiles Benzin schrittweise ersetzen. Während erste Hersteller bereits eine Freigabe erteilt haben, schafft jetzt auch Volkswagen Klarheit für Millionen Autofahrer. Die meisten Autos vertragen E20 Fast alle Autos der Marken VW, Audi , Skoda, Seat und Cupra ab dem Modelljahr 2016 vertragen den neuen Sprit. Das Unternehmen hat die Tauglichkeit nach eigenen Angaben ausgiebig getestet. Die Freigabe umfasst überraschenderweise auch Sportmodelle wie den Audi RS 6 oder den Audi R8. Für diese Modelle ist E20 tabu Trotz der breiten Erlaubnis zieht VW eine scharfe Grenze: Die 2,0-Liter-Turbomotoren mit mehr als 300 PS (221 kW) vertragen E20 nicht. Betroffen sind unter anderem der aktuelle Golf R und der GTI Edition 50 . Der höhere Ethanolanteil kann bei diesen Triebwerken technische Schäden verursachen. Unter hohem Druck und großer Hitze greift der Alkohol Aluminiumbauteile in den Kraftstoffpumpen an. Das Metall korrodiert, was die Systeme undicht machen kann. Zudem belastet der Sprit Dichtungen und Schläuche: Das Gummi kann aufquellen oder spröde werden. Im schlimmsten Fall führen solche Leckagen im Kraftstoffsystem zu einem Motorschaden. Solche Fälle sind aber nahezu ausgeschlossen (siehe unten). Freigaben von BMW und Mercedes Auch BMW und Mercedes bereiten ihre Flotten vor: Ein Großteil der Fahrzeuge ist bereits für E20 gerüstet. Ein Check kann sich für Autofahrer auszahlen. Branchenexperten rechnen damit, dass E20 bis zu fünf Cent pro Liter günstiger sein wird als E10. Der Grund: Da der höhere Ethanolanteil von der staatlichen CO2-Abgabe befreit ist, sinken die Kosten an der Zapfsäule. Verträgt mein Auto E20? So finden Sie heraus, ob Ihr Modell mit dem neuen Sprit betankt werden darf: Blick in den Tankdeckel: Suchen Sie an der Innenseite der Tankklappe nach einem runden Symbol mit der Aufschrift "E20". Bedienungsanleitung: Auch dort muss das Symbol bei freigegebenen Modellen vermerkt sein. Direkte Anfrage: Bei Unsicherheit erhalten Sie eine verbindliche Auskunft derzeit nur beim Hersteller oder in Ihrer Vertragswerkstatt. Grundsätzlich gilt: E20 sollte nur nach Freigabe des Herstellers getankt werden. Und fehlt die Freigabe für E10, ist auch E20 tabu. Allerdings: Laut Verband der Automobilindustrie vertragen 99 Prozent der deutschen Benziner den Sprit ohne Probleme. Eine einfache Faustregel zeigt, ob Ihr Auto dazugehört. Streitfall: Teller oder Tank? Technisch dient E20 als Brücke zur CO2-freien Mobilität. Der Sprit soll die Emissionen der bestehenden Flotte senken, bevor Elektroantriebe den Markt dominieren. Doch der Kraftstoff bleibt ein Streitfall. Während Hersteller in der Ethanol-Beimischung eine Chance sehen, bezweifeln Kritiker den ökologischen Gewinn. Auch die Debatte um die Nutzung von Ackerflächen für Sprit statt für Lebensmittel dürfte mit der Einführung von E20 erneut entbrennen.