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Olympia 2026: Meylemans und Silveira sind verheiratet – und Gegnerinnen

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Privat sind Kim Meylemans und Nicole Silveira verheiratet. Bei Olympia sind sie gemeinsam vor Ort – traten allerdings gegeneinander an. Olympische Spiele bedeuten Konkurrenz, Leistungsdruck und der Kampf um Medaillen. Für die Skeletonis Kim Meylemans und Nicole Rocha Silveira geht es aber auch über das Sportliche hinaus. Am Samstag gingen die beiden als Konkurrentinnen ein letztes Mal bei den diesjährigen Winterspielen im Eiskanal von Cortina d'Ampezzo an den Start. Im Ziel angekommen, wartete Silveiro, die für Brasilien antritt, auf die Belgierin Meylemans. Sie fuhren gegeneinander und fielen sich doch anschließend in die Arme. Mit einem Kuss erwärmten sie die Herzen des Publikums. Nach vier Läufen belegte Meylemans Rang sechs, Silveira wurde Elfte. Die Athletinnen waren sichtlich bewegt, Tränen flossen. Die beiden sind ein Paar, seit August 2025 sogar verheiratet. "Wir haben uns vorgenommen, unsere Beziehung auch bei den Winterspielen mit Stolz zu zeigen und das haben wir", sagte Meylemans im Gespräch mit dem österreichischen "Kurier". Obwohl es die Ehe für alle in Italien nicht gibt, hat das Ehepaar "nur gute Erfahrungen" vor Ort gemacht. "Wir wollten nichts verstecken", so Silveira. Alle seien "hier extrem nett zu uns". Meylemans lehnte Antrag erst ab Vor fünf Jahren machten die beiden ihre Beziehung auf Instagram öffentlich. Nach der Saison 2023/24 folgte die Verlobung. Dabei antwortete Meylemans zunächst mit einem "Nein" auf einen Antrag ihrer Partnerin während eines romantischen Bootsausflugs in Brasilien. Denn eigentlich wollte Meylemans selbst einen Antrag machen. Dieser war eigentlich in Calgary geplant, wo das Paar lebt. Doch der Ring kam später an als geplant. Also sollte der Antrag im Urlaub in Brasilien geschehen. Das "Problem": Silveira schenkt Meylemans eine Bootstour, die der Rahmen für ihren Antrag sein sollte. Somit reisten beide mit dem gleichen Plan nach Brasilien. Vor Ort war Silveira dann schneller. Das "Nein" ihrer Partnerin hielt aber nicht lange, Meylemans sagte kurz darauf "Ja". Am 1. August 2025 gaben sich Meylemans und Silveira standesamtlich das Jawort. Wenige Tage später schrieben sie auf Instagram: "Umgeben von unseren Familien haben wir Ja gesagt – für immer. Und wir könnten nicht glücklicher sein, uns gegenseitig Ehefrauen nennen zu dürfen". Eine größere Feier mit Familie und Freunden soll nach den Winterspielen stattfinden. Verbände unterstützen das Ehepaar Seit geraumer Zeit trainieren sie regelmäßig gemeinsam und treten bei internationalen Rennen gegeneinander an. Für Meylemans ist das kein Widerspruch. "Es ist nicht so, dass wir in einen Ring steigen und gegeneinander kämpfen müssen." Deshalb sei es "etwas unrealistisch zu denken, dass wir wirklich Gegnerinnen sind". Silveira ergänzte: "Es macht Spaß und ist gleichzeitig herausfordernd." Im olympischen Dorf teilten sich die beiden ein Zimmer. "Wir brauchen das als Konstante", erklärte Silveira im Vorfeld. "Unsere Verbände haben uns unterstützt, Brasilien hatte ein zweites Bett übrig." Doch nicht nur das: "Als wir ankamen, war das Zimmer halb brasilianisch dekoriert und halb belgisch." Der Traum von einer Medaille erfüllte sich in Cortina dennoch für keine der beiden. Meylemans, geboren in Deutschland, nahm 2018 erstmals für Belgien an Olympischen Spielen teil. Silveira startete erstmals 2019 bei der Skeleton-WM, gab 2022 ihr Olympia-Debüt für Brasilien und durfte in diesem Jahr sogar Fahnenträgerin ihres Landes sein.