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Hoch hinaus: vier Aussichtspunkte über Moskau

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Es lohnt sich, ihn sowohl im Sommer ais auch im Winter zu besuchen: die schwebende Brücke (Foto: Sergej Wedjaschkin/AGN Moskwa)

Die Stadt kennenzulernen, ist eine höchst persönliche Angelegenheit. Die einen schwören darauf, sich einer Führung anzuschließen und dem Zeigestock des Guides zu folgen. Andere ziehen es vor, durch ruhige Gassen oder entlang der Boulevards im historischen Zentrum zu schlendern, um mit der Stadt allein zu sein. Doch auf welchen Pfaden man auch immer durch Moskau wandert – irgendwann landet man unweigerlich auf einem Aussichtspunkt. Das ist unausweichlich. Manchmal braucht es einfach die Weitwinkel-Perspektive: Abstand von den kleinen Details, um den Maßstab der Metropole zu spüren.

Selfie-Paradies: die schwebende Brücke im Sarjadje (Foto: Artur Nowosilzew/AGN Moskwa)

Die schwebende Brücke

Die Höhe dieses Aussichtspunkts ist bescheiden – gerade einmal 15 Meter über dem Flussniveau. Einen Blick aus der Vogelperspektive wird man hier nicht bekommen. Doch mit großer Wahrscheinlichkeit wird genau diese schwebende Brücke der erste Aussichtspunkt sein, den Moskau-Besucher ansteuern. Dafür sind keinerlei Anstrengungen nötig: Da ist der Rote Platz, da der Sarjadje-Park – und direkt aus dem Park führt ein eigenartiger Steg hinaus, der einen nicht ans andere Ufer des Kanals bringt. Zwar nicht hoch, aber für Selfie-Liebhaber vor Stadtpanorama kaum zu übertreffen. Als Fotokulisse dienen die Moskwa und das Kreml-Panorama. Und das Beste: Das Vergnügen ist kostenlos. Das macht die schwebende Brücke zu einem Pflichtziel auf der Moskauer Landkarte.

Plattform auf den Sperlingsbergen (Foto: Alexander Kasakow/TASS)

Sperlingsberge

Was malerische Ausblicke und das perfekte Selfie-Motiv angeht, hat der Sarjadje-Park einen gewichtigen Konkurrenten. Die Aussichtsplattform auf den Sperlingsbergen, 80 Meter über der Moskwa gelegen, wurde 1953 eröffnet und hat seither nichts von ihrem Charme verloren. Von hier eröffnet sich ein Panorama-Blick auf die Stadt mit dem Stadion Luschniki im Vordergrund. Der Blick auf die urbane Silhouette wird ausgeglichen durch die natürliche Landschaft ringsum: Der Aussichtspunkt ist eingebettet in einen Park mit jahrhundertealten Bäumen und Ökopfaden. Der Besuch ist ebenfalls kostenlos.

Im 89. Stock von Moskau City (Foto: Artur Nowosilzew/AGN Moskwa)

Moskau City

Noch höher hinauf – und gleichzeitig ins Warme: Auf die Aussichtsplattform in Moskau City geht es förmlich im Flug. Die Fahrt vom 2. ins 89. Stockwerk dauert lediglich 47 Sekunden bei einer Aufzugsgeschwindigkeit von 8 Metern pro Sekunde. Von dort eröffnet sich das Stadtpanorama. Auf 327 Metern Höhe kann man im Grunde so ziemlich alles überblicken. Doch der besondere Reiz dieses Ortes liegt darin, dass die jüngste – und modernste – Aussichtsplattform der Stadt zahlreiche zusätzliche Vergnügungen bietet: vom Eismuseum bis zum 3D-Kino. Der Eintritt beginnt bei 1000 Rubel.

Was der Ostankino-Turm nicht alles aussendet (Foto: Sofja Sandurskaja/AGN Moskwa)

Ostankino-Fernsehturm

Last but not least. Es ist der höchste Aussichtspunkt von allen. Am Turm befindet sich vier Aussichtsplattformen – in 147, 269, 337 und 340 Metern Höhe. Während die oberste, offene Plattform im Winter nicht zugänglich ist, lässt sich die Plattform in 337 Metern Höhe ganzjährig besuchen. Der Turm, über den die Fernsehzuschauer ihr Programm empfangen, ist zugleich ein echtes Symbol der Macht – noch eindringlicher als das alles sehende Auge Saurons. Wie könnte man da widerstehen, hinaufzusteigen?

Sascha Paraponow

Запись Hoch hinaus: vier Aussichtspunkte über Moskau впервые появилась Moskauer Deutsche Zeitung.