Curling bei Olympia: Schwaller meckert über Jubelverbot für Fans
Beim Curling erzeugen die Fans in Cortina eine besondere Atmosphäre. Doch der Jubel wird ihnen plötzlich untersagt. Ein Athlet kann das nicht nachvollziehen. Der Schweizer Olympia-Teilnehmer Yannick Schwaller hat sich am Freitag gegen ein Jubelverbot für Fans bei den Curling-Wettbewerben ausgesprochen. "Bitte hört auf, die Zuschauer davon abzuhalten, laut zu sein. Lasst sie ausrasten! Das ist es, was Curling braucht", schrieb der 30-Jährige auf seinem Instagram-Kanal zu einem Beitrag, auf dem auf einem Bild die durchgestrichenen Worte "quiet please" (deutsch: "leise, bitte") zu lesen waren. Hintergrund des Ganzen: Auf der Videotafel im Cortina Curling Olympic Stadium war am Freitagmorgen während der Spiele um Ruhe gebeten worden. Denn: Insbesondere die italienischen Anhänger hatten ihr Team beim Sieg über Großbritannien (9:7) frenetisch und lautstark angefeuert. Wiederholt war der Song "Sara perche ti amo" von Ricchi e Poveri auf den Rängen ertönt. Einige Fans hatten die Olympioniken sogar mit Vuvuzelas unterstützt. "Großartige Atmosphäre von den Italienern", schrieb Schwaller deshalb auch in seinem Post. Operationen bei Lindsey Vonn : Chefarzt gibt Einblicke 10.000 in drei Tagen: Kondome im Olympischen Dorf aufgebraucht Olympia-Rodlerin Kirkby: Erstes Date kurz vor Valentinstag Der Athlet hatte hinter den Versuchen, die Fans leise zu halten, zunächst den Weltverband World Curling vermutet, diesen in dem Beitrag auch direkt adressiert. Später bearbeitete er den Post und strich die Verlinkung des Verbands heraus. Das hat offenbar auch einen Grund. Verband reagiert: "Wir lieben die Atmosphäre" World Curling kommentierte Schwallers Beitrag nämlich kurz nach dessen Veröffentlichung. "Kein Abhalten hier. Wir lieben die Atmosphäre", so der Verband. Darauf reagierte wiederum Hammy McMillan Jr., olympischer Silbermedaillengewinner von 2022. "Warum wurde 'leise, bitte' auf die großen Bildschirme projiziert?", fragte der Schotte. World Curling hatte für die Frage die passende Antwort parat. "Das Sportproduktionsteam hat es eingerichtet, nachdem es eine Beschwerde über den Lärm erhalten hatte", hieß es in einem weiteren Kommentar unter Schwallers Post. "Wir haben sie gebeten, das nicht noch einmal zu tun", stellte der Verband klar.
