Barça: «Vernichtend geschlagen» und Kritik an Flick
Erst zerlegt Atlético Madrid den FC Barcelona, dann die spanische Presse. Auch Trainer Hansi Flick bleibt nicht verschont. Hansi Flick suchte nach der denkwürdigen Klatsche für den FC Barcelona erst gar nicht nach Ausreden oder Entschuldigungen. Die spanische Presse kannte nach der 0:4-Klatsche im bei Atlético Madrid und dem drohenden Aus für den Titelverteidiger im Pokalwettbewerb Copa del Rey auch keine Gnade. Eigentor, Rote Karte und VAR-Ärger Von einem "Barça, das nicht wiederzuerkennen war", schrieb "Mundo deportivo". "Die Mannschaft von Hansi Flick zeigte eine katastrophale erste Halbzeit gegen Atlético Madrid, und nur ein Wunder kann sie noch ins Pokalfinale bringen", hieß es bei "Sport". Der FC Barcelona sei "vernichtend geschlagen worden", befand "El País". Nach 45 Minuten plus Nachspielzeit hatten die Madrilenen bereits mit 4:0 geführt. Eine Demütigung der Gäste, die unter anderem ohne Pedri und Rafinha auskommen mussten und durch ein Eigentor von Eric nach nur wenigen Minuten (7.) in Rückstand gerieten. Die zudem auch noch eine Rote Karte gegen Eric kurz vor Schluss und reichlich Ärger über eine Entscheidung des Videoschiedsrichters verkraften mussten. Dass es lange dauerte, bis der VAR den Treffer (52.) von Pau Cubarsi aberkannt worden war, bezeichnete Flick Berichten zufolge als Katastrophe. "Für mich ist es verrückt, solange zu brauchen, um eine solche Situation zu klären. Sieben Minuten, bitte!", betonte der 60 Jahre alte Deutsche, der aber auch einräumen musste: "Wir haben nicht gut gespielt." Deutlicher wurde Sportdirektor Deco. "Sie waren viel besser als wir, aggressiver und intensiver", sagte er mit Blick auf die Mannschaft des argentinischen Trainer-Vulkans Diego Simeone. Flick wurde indes von der Sportzeitung "As" für eine Personalentscheidung hart gerügt. "Ein gigantischer Fehler", befand "As". Flick hatte Marc Casado von Beginn an gebracht. Kurz nach dem 3:0 für Atlético (36.) nahm er den mit Gelb verwarnten 22-Jährigen wieder vom Platz und brachte dafür den ehemaligen Bundesliga-Torjäger Robert Lewandowski . Das Hoffen auf ein weiteres Fußball-Wunder im Camp Nou Im vergangenen Jahr hatte sich der FC Barcelona auf dem Weg zum Double noch gegen Atlético in zwei hart umkämpften Spielen knapp durchgesetzt und am Ende im Finale gegen Real Madrid triumphiert. Dass sie nun ein kleines Fußball-Wunder brauchen, wissen die Katalanen selbst nur zu gut. "Barça hat gezeigt, dass es im Camp Nou spektakuläre Comebacks gegeben hat. Es wird schwierig, aber wir werden versuchen zu gewinnen", sagte Deco.
