Merz kontert iranische Beleidigung in Katar: "Ausdruck großer Nervosität"
Der iranische Außenminister hat Friedrich Merz scharf angegriffen. Jetzt reagiert der Kanzler. Bundeskanzler Friedrich Merz hat während seines Besuchs in Katar auf die jüngste Provokation der iranischen Regierung reagiert. Außenminister Abbas Araghtschi hatte Merz scharf attackiert und seine Hoffnung auf einen Regierungswechsel in Berlin zum Ausdruck gebracht. Er attestierte dem Kanzler in einem Post auf der Plattform X "politische Naivität" und einen "widerwärtigen Charakter". Hintergrund sind deutsche Sanktionsdrohungen gegen Teheran wegen der brutalen Unterdrückung iranischer Demonstranten und der Arbeit am militärischen Atomprogramm. Newsblog: Alle aktuellen Entwicklungen zur Lage im Iran "Plötzlich gab es einen Knall": Panne hält Kanzler Merz in der Golfregion auf Auf Araghtschis Angriff angesprochen, reagierte Merz nun am Rande eines Museumsbesuchs in Katar. "Ich kann nur sagen, das ist offensichtlich Ausdruck von großer Nervosität und Unsicherheit", sagte der Kanzler nach t-online-Informationen und verwies auf die angespannte Lage. "Die Sorge vor einer militärischen Eskalation in der Region ist groß. Die Gespräche werden deshalb in den nächsten Stunden intensiviert", so Merz unter Hinweis auf die Verhandlungen, die Donald Trumps Sondergesandter Steve Witkoff morgen im Oman mit iranischen Diplomaten führen will. Deutschland stimme sich dabei eng mit den Amerikanern ab. "Wir wollen einen Beitrag dazu leisten, dass der Iran aufhört, die destabilisierende Macht in der Region zu sein", sagte Merz. Die Nervosität in der Golfregion ist groß. In Saudi-Arabien , Katar und den Emiraten fürchtet man, dass die Amerikaner mit einem weiteren Militärangriff auf das Mullah-Regime Racheaktionen der iranischen Revolutionsgarden heraufbeschwören und womöglich große Flüchtlingsströme auslösen.
