Winterspiele 2026: Aleksander Kilde sagt Olympia-Teilnahme ab
Nach seiner schlimmen Verletzung kämpfte sich Aleksander Aamodt Kilde zurück auf die Piste. Bei den Olympischen Spielen wird er dennoch nicht dabei sein. Aleksander Aamodt Kilde hat kurz vor dem Start der Olympischen Winterspielen seine Saison für beendet erklärt. Der Norweger erklärte in einem emotionalen Instagram-Post seine Beweggründe für die Entscheidung. "In dieser Saison in den Weltcup zurückzukehren, bedeutet mir jetzt schon mehr, als ich mir vor einem Jahr hätte vorstellen können", schrieb der 33-Jährige. "Allein es wieder dorthin geschafft zu haben, war ein Sieg, auf den ich immer stolz sein werde." Er habe aber auch gelernt, dass zurückzukommen nach komplexen Verletzungen schwieriger sei, als er erwartet habe. "Wieder am Startgatter neben den besten Abfahrern der Welt zu stehen, war eine deutliche Erinnerung daran, dass sowohl Körper als auch Geist vollständig bereit sein müssen, um jeden Lauf bis ans Limit zu gehen", schrieb der Verlobte von Ski-Ass Mikaela Shiffrin . "Im Moment brauche ich dafür noch mehr Wiederholungen, um dieses Niveau zu erreichen." "Beschlossen, meine Saison früher als geplant zu beenden" Kilde erklärte zudem, dass sein Körper mehr Zeit brauche, als es sein Kopf gerne hätte. Das habe zu Rückenproblemen geführt, weshalb er nicht bei der Abfahrt in Kitzbühel teilgenommen habe. Das Rennen in Crans-Montana sei für ihn zudem alles andere als einfach gewesen. "Aus diesem Grund habe ich beschlossen, meine Saison früher als geplant zu beenden", erklärte der olympische Silbermedaillengewinner von 2022. "Zu diesem Zeitpunkt habe ich mein Comeback geschafft. Ich habe das Tempo gesehen, es in meinem Körper gespürt und weiß jetzt genau, was nötig ist, um wieder an die Spitze zu gelangen." Die Saison zu beenden, sei dabei nicht sein Wunsch gewesen. "Aber rückblickend bin ich stolz auf das, was diese Rückkehr bedeutet. Dennoch bin ich hier, um Rennen zu gewinnen, und im Moment bedeutet das, auf lange Sicht zu planen." Schwerer Sturz und Blutvergiftung: "Dachte, ich sterbe" Kilde war im Januar 2024 bei der Lauberhorn-Abfahrt in Wengen böse gestürzt, hatte sich dabei schwer verletzt. Mit seinen Ski schnitt er bei seinem Sturz in einen Fangzaun 80 Prozent seiner Wadenmuskulatur ab, hatte zudem mit einer Schulterluxation zu kämpfen. Später entzündete sich die verletzte Schulter auch noch: Kilde litt an einer Blutvergiftung . "Noch nie hatte ich solche Schmerzen", sagte er jüngst in einem Interview mit dem "Kicker". "Ich dachte, ich sterbe. Es gab Tage in all dieser langen Leidenszeit, da wollte ich mir am liebsten meinen Arm abreißen." Erst im Dezember 2025 hatte er sein Comeback gegeben.
