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Январь
2026

WM-Boykott in den USA: DFB legt sich fest

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Das DFB-Präsidium äußert sich zu einem möglichen Boykott der WM 2026. Trotz politischer Spannungen vertritt der Verband eine klare Meinung. Das Präsidium des Deutschen Fußball-Bundes hat sich nach einer Sitzung gegen einen Boykott der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Kanada und Mexiko ausgesprochen. Trotz politischer Spannungen und der Diskussionen, die Vizepräsident Oke Göttlich angestoßen hat, bleibt die Teilnahme am Turnier bestehen. Sollte der DFB nicht zur WM in die USA? Stefan Effenberg wird deutlich Göttlich, Präsident des Bundesligisten FC St. Pauli und Vizechef des DFB, hatte nach eigenen Angaben eine "Diskussion anstoßen wollen" und Antworten von den Verantwortlichen hinsichtlich eines möglichen Boykotts gefordert – unter anderem von Bernd Neuendorf. Neben dem DFB-Präsidenten sprachen sich zuletzt beim Neujahrsempfang der Deutschen Fußball Liga (DFL) auch Vereinsvertreter deutlich gegen einen Boykott aus. "Wir glauben an die verbindende Kraft des Sports und an die weltweite Wirkung, die eine Fußball-Weltmeisterschaft entfalten kann. Unser Ziel ist es, diese positive Kraft zu stärken – nicht sie zu verhindern", schrieb der DFB in einer Mitteilung. Der Verband befinde sich "in Vorbereitung auf das Turnier mit Vertretern aus Politik, Sicherheit, Wirtschaft und Sport im Austausch". Neuendorf und Ligapräsident Hans-Joachim Watzke hatten zudem ihren Unmut darüber geäußert, dass Göttlich die Debatte forciert hat. Diese komme "zur Unzeit", sagte der DFB-Präsident: "Der Kollege ist noch nicht so lange dabei. Er ist leider vorgeprescht." Die aggressive Politik von US-Präsident Donald Trump im Hinblick auf Grönland , die neuerlichen Zoll-Drohungen in Richtung des Co-Gastgebers Kanada und die Eskalation bei den Einsätzen der Einwanderungsbehörde ICE in Minneapolis mit einem zweiten Todesopfer innerhalb von zweieinhalb Wochen lassen viele Menschen ängstlich in Richtung der Vereinigten Staaten blicken. Auch aus den Reihen der Politik gab es erste Stimmen, die einen Boykott ins Spiel brachten. Die Bundesregierung rät Reisenden seit Montag offiziell zu erhöhter Vorsicht.