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Früherer SPD-Politiker: Ex-Bundestagsabgeordneter Marco Bülow mit 54 Jahren gestorben

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Der frühere Bundestagsabgeordnete Marco Bülow machte Schlagzeilen, als er 2018 die SPD verließ und sich der "Partei" anschloss. Jetzt ist er mit 54 Jahren gestorben.

Der frühere Bundestagsabgeordnete Marco Bülow aus Dortmund ist im Alter von 54 Jahren gestorben. Das berichten unter anderem der WDR und die Zeitung "Ruhrnachrichten". Laut der "Ruhrnachrichten" soll der Politiker schon seit längerer Zeit schwer erkrankt gewesen sein.

Bülow saß fast 20 Jahre lang, von 2002 bis 2021, im Bundestag. In seiner Heimatstadt Dortmund wurde er als SPD-Direktkandidat ins Parlament gewählt. 2018 trat er allerdings nach 26 Jahren Mitgliedschaft aus der SPD aus. Grund war unter anderem seine Ablehnung der Großen Koalition mit der CDU/CSU.

Marco Bülow saß für SPD und "Die Partei" im Bundestag

Die Sozialdemokraten seien "stromlinienförmig, ein Karriereverein und ein Wahlverein geworden", warf er seiner Partei damals vor. Nach seinem Austritt trat Bülow, der innerhalb der SPD als Linker galt, in "Die Partei" ein und war damit der erste Bundestagsabgeordnete der Partei. Seine erneute Kandidatur für den Bundestag 2021 scheiterte allerdings.

Nach seiner politischen Karriere arbeitete Marco Bülow laut "Ruhrnachrichten" als Berater für NGOs und freier Journalist. Er war Autor mehrer kritischer Bücher zum Thema Lobbyismus, zuletzt veröffentlichte er im vergangenen Jahr das Buch "Korrumpiert".

Trauer in der SPD

Jens Peick, Vorsitzender der SPD in Dortmund und Bülows Nachfolger als direkt gewählter Abgeordneter, würdigte dessen Engagement für eine gerechtere Vermögensverteilung und dem Kampf gegen Lobbyismus. "Wir waren politisch immer nah beieinander und trotzdem nicht immer einer Meinung. Wie es in der Politik so ist. Marco war sich aber immer treu und hat entschlossen für eine bessere Welt gekämpft", teilte er über Instagram mit.

Die SPD-Vorsitzende Bärbel Bas nannte den Tod von Bülow "eine traurige Nachricht". Ihre Vorgängerin Saskia Esken erklärte, sie sei mit Bülow nicht immer einer Meinung gewesen, habe aber "bewundert, wie voller Hoffnung für das bessere Morgen er immer war, und er war sich immer treu".

Quellen: WDR, "Ruhrnachrichten", Jens Peick auf Instagram