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Bildung: Minister weist AfD-Vorwürfe zu Gewalt an Schule zurück

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Bildungsminister Riedel betont im Landtag von Sachsen-Anhalt: Gewalt an Schulen wird nicht geduldet. Wie er auf die Vorwürfe der AfD und die Berichterstattung zu einem Fall in Hettstedt reagiert.

Bildungsminister Jan Riedel (CDU) hat klargestellt, dass Gewalt an Schulen in Sachsen-Anhalt nicht toleriert wird und die Behörden nicht tatenlos zusehen. Man dürfe Gewalt nicht dulden, sagte der CDU-Politiker im Landtag in Magdeburg. "Und da unterscheiden wir nicht in dieser billigen Polemik zwischen Migrantenkindern und anderen Kindern", sagte Riedel in Richtung der AfD.

AfD-Fraktionsvize Hans-Thomas Tillschneider hatte zuvor auf Vorfälle an einer Schule in Hettstedt (Landkreis Mansfeld-Südharz) verwiesen und behauptet, dass die Behörden dort nicht gehandelt hätten. Eine "Migrantenkinderbande" habe einen Neunjährigen geschlagen und mit dem Tod bedroht. Außer Gesprächen sei mit Blick auf das Opfer nichts passiert, die Täter dürften die Schule unbehelligt weiter besuchen, so Tillschneider.

Riedel kritisiert Vorgehen der AfD

Der Bildungsminister wies die Behauptungen zurück. Es gebe Erziehungs- und Ordnungsmaßnahmen, sagte Riedel. "Die Schule wird beraten, die Schule ist mit den Eltern im Austausch", sagte Riedel. Das Landesschulamt sei intensiv an dem Fall dran. Ziel müsse sein, das Opfer zu schützen. "Und daran arbeiten wir." Man müsse der Schule, den Eltern und den Schülern aber auch den Raum und die Zeit geben, um die Sache zu klären.

Riedel kritisierte auch die Berichterstattung einiger Medien zu dem Fall in Hettstedt. Es würden Tatsachen verdreht und Menschen aufgehetzt gegen die Lehrkräfte vor Ort, so der Bildungsminister. Die AfD mache sich diese Berichterstattung zu eigen und versuche über das Leid des Opfers in sozialen Medien Reichweite zu generieren. "Das ist schändlich", sagte Riedel. Damit werde die Axt an die gesellschaftliche Übereinkunft gelegt, dass man nicht vorverurteile.