Wahlumfragen zur Landtagswahl Baden-Württemberg: Erste Tendenz zu erkennen
Die Umfragen zur Landtagswahl in Baden-Württemberg liefern unterschiedliche Mehrheiten: Während manche Institute die CDU klar vorn sehen, rücken andere die Grünen näher heran. Am 8. März ist in Baden-Württemberg Landtagswahl. 7,7 Millionen Menschen treten an die Urne und bestimmen den neuen Ministerpräsidenten sowie die neue Zusammensetzung des Landtags. Das sind so viele wie noch nie, denn auch 16- und 17-Jährige haben erstmals die Möglichkeit bei der BW-Wahl 2026 zu wählen. Wahlumfragen sind kein Garant für den Ausgang der Landtagswahl in Baden-Württemberg. Trotzdem sind die Antworten auf die Sonntagsfrage für die Parteien ein wichtiger Indikator. Landtagswahl 2026: Das müssen Wahlhelfer jetzt wissen Darf man das Wahlhelfer-Amt ablehnen? Diese Gründe zählen Umfragen zur BW-Wahl: "Wenn am Sonntag Landtagswahl wäre ..." Die CDU führt beispielsweise zwar mit 29 Prozent noch in den Umfragen des Meinungsforschungsinstituts Infratest dimap, der Vorsprung zu den Konkurrenten von den Grünen verkleinert sich aber. In der dimap-Wahlumfrage von Ende Januar kam der Grünen-Ministerpräsidentenkandidat Cem Özdemir mit seiner Partei auf 23 Prozent. Das sind drei Prozentpunkte mehr als noch bei der vorigen Sonntagsfrage Mitte Oktober. Zwar führt die Union in Baden-Württemberg seit etwa zwei Jahren den Trend an, doch ihr Spitzenkandidat für die Landtagswahl 2026, Manuel Hagel, ist deutlich weniger bekannt als der grüne Ex-Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, Özdemir. Für Özdemir und seine Abgeordneten in spe sind es also sechs Punkte Rückstand zur CDU. Dennoch ist man von dem 2021 erreichten Rekordergebnis von 32,6 Prozent weit entfernt. Damals trat der amtierende Ministerpräsident Winfried Kretschmann an, zudem lag der öffentliche Fokus durch die auch in Baden-Württemberg stark präsente Schülerbewegung Fridays for Future, auf Klimaschutz und erneuerbaren Energien – Kernthemen der Grünen. Landtagswahl in Baden-Württemberg: Die Kandidaten bei der BW-Wahl 2026 Wahlumfragen der BW-Wahl: Sonntagsfrage zeigt anders Bild Seitdem ist viel passiert – auch bei den Wahlumfragen für die Landtagswahl n Baden-Württemberg. Die Klimakrise ist zwar immer noch aktuell, doch die Sorgen und Ängste haben sich auf andere Schauplätze gerichtet – auch im reichsten Bundesland Deutschlands. Die AfD verlor zwar zuletzt im Vergleich zu Oktober einen Prozentpunkt, liegt aber mit 20 Prozent auf dem dritten Platz, so die Umfrage zur BW-Wahl 2026 von Infratest dimap. Auch die SPD verlor über den Jahreswechsel zwei Prozent und liegt mit acht Prozent in einem Allzeittief laut der BaWü-Wahlumfrage. Die Linke , die in Baden-Württemberg keine große Tradition hat und 2021 deutlich die Fünfprozenthürde verpasst hatte, liegt in den Umfragen zur BW-Wahl bei sieben Prozent. Damit steht sie noch vor der FDP, die laut Infratest dimap genau bei fünf Prozent liegt und sich im Vergleich zur Bundestagswahl 2021 mehr als halbiert hat. Die Insa-Meinungsforscher kamen bei ihrer zuletzt veröffentlichten Sonntagsfrage im Oktober auf andere Ergebnisse. Sie sehen bei ihrer Umfrage für BW-Wahl 2026 die CDU bei 31 Prozent, die AfD bei 20 Prozent und die Grünen bei 17 Prozent. Dafür steht die SPD bei Insa mit elf Prozent bei einem besseren Wert, und die FDP könnte laut der Wahlumfrage mit sieben Prozent etwas weniger besorgt um den Einzug in den Landtag sein. Schwankungen in den Wahlumfragen auch bei der BW-Wahl Dass Wahlumfragen für doe Landtagswahl in Baden-Württemberg zwischen Infratest dimap und Instituten wie Insa teils deutlich schwanken, liegt vor allem an methodischen Unterschieden: Wer wird befragt (Festnetz, Mobil, Online)? Wie groß ist die Stichprobe? Wie wird gewichtet und wie wird mit Unentschlossenen umgegangen? Insa arbeitet stark mit Onlinepanels und rechnet Unentschlossene oft heraus, was Parteien mit stabiler Stammwählerschaft tendenziell besser aussehen lässt. Infratest dimap nutzt häufiger Telefonbefragungen und verteilt Unentschlossene vorsichtiger, was zu anderen Ergebnissen führen kann. Typischerweise liegt Insa etwas höher bei Union und AfD, während Infratest dimap SPD und Grünen öfter ein paar Zehntel mehr zuschreibt. Für alle gilt: Bis zur Wahl am 8. März ist erst einmal noch alles offen.
