ru24.pro
World News
Январь
2026

Dividendenrendite: Hohe Ausschüttungen können ein Warnsignal sein

0
Wer den Preis einer Aktie bewerten will, kann auf die Dividendenrendite zurückgreifen. Doch die kann auch in die Irre führen. Wer in Aktien investiert, hofft in der Regel auf steigende Kurse. Doch nicht nur das bringt Ihnen als Anleger Rendite . Manche Unternehmen zahlen auch sogenannte Dividenden , beteiligen ihre Aktionäre also ein Stück weit am erwirtschafteten Gewinn. Um zu beurteilen, ob sich eine Aktie lohnt, gibt es verschiedene Kennziffern. Eine davon ist die Dividendenrendite. Wir erklären, was man darunter versteht, wie sie berechnet wird und in welche Falle Sie bei ihr nicht tappen sollten. Was ist die Dividendenrendite? Die Dividendenrendite ist eine Kennzahl, mit der Sie Aktien bewerten können. Sie schwankt von Börsentag zu Börsentag und ergibt sich aus dem Verhältnis der angekündigten Dividende zum aktuellen Aktienkurs. Wie hoch Dividenden ausfallen, entscheiden die Aktiengesellschaften auf ihren Hauptversammlungen. In der Regel sind hohe Ausschüttungen ein Qualitätsmerkmal einer Aktie. Es kann aber auch gute Gründe geben, warum Unternehmen gar keine Dividende zahlen – etwa weil sie das Geld lieber nutzen, um weiter zu wachsen. Aktien, ETFs und Co: Mit diesen Investments machen Sie Gewinn Ertrag berechnen: Was ist eigentlich Rendite? Grundsätzlich gilt: Eine hohe Dividendenrendite sagt nichts darüber aus, wie profitabel ein Unternehmen ist. Anleger sollten deshalb nicht allein auf die Dividendenrendite achten, sondern auch darauf, wie solide ein Unternehmen wirtschaftet und wie regelmäßig es in der Vergangenheit Dividenden gezahlt hat. Wozu dient die Dividendenrendite? Die Dividendenrendite gibt Ihnen Auskunft darüber, wie Aktien indirekt verzinst werden. In Kombination mit einem gut wirtschaftenden Unternehmen kann sie bedeuten, dass sich ein Investment lohnt. Allerdings kann sie auch in die Irre führen. Weil die Dividendenrendite mit dem Aktienkurs verknüpft ist, muss eine hohe Rendite nicht zwangsläufig etwas Gutes bedeuten. Denn womöglich ist sie nur deshalb hoch, weil das Unternehmen in Schwierigkeiten steckt und der Aktienkurs gefallen ist. Dann kann es sogar sein, dass die Dividende für das laufende Jahr noch sinkt – oder sogar gar nichts mehr ausgeschüttet wird. Zeitpunkt, Kosten, Steuern : So verkaufen Sie Aktien – ganz leicht KGV: Ist der Preis einer Aktie gerade hoch oder niedrig? Börsenwissen: So profitieren Anleger von einem Aktienrückkauf Wie wird die Dividendenrendite berechnet? Um die Dividendenrendite zu berechnen, müssen Sie die angekündigte Dividende durch den aktuellen Kurs der Aktie teilen und dann mit 100 multiplizieren. So ergibt sich eine Prozentzahl. Die Dividendenrendite steigt, wenn sich die Dividende erhöht und/oder der Aktienkurs fällt. Sie sinkt hingegen, wenn die Dividende fällt und/oder der Aktienkurs steigt. Beispiel: Nehmen wir an, ein Unternehmen kündigt eine Dividende von 10 Euro an. Der Aktienkurs beträgt aktuell 200 Euro. Dann beträgt die Dividendenrendite 5 Prozent (10 / 200 x 100 = 5 Prozent). Sinkt der Kurs nun auf 170 Euro, steigt die Dividendenrendite. Sie beträgt dann 5,9 Prozent. Steigt der Kurs hingegen auf 230 Euro, schrumpft die Dividendenrendite auf 4,3 Prozent. Was ist der Unterschied zur "normalen" Rendite? Die Dividendenrendite ist weder mit der Rendite aus Zinsanlagen wie Festgeld zu vergleichen noch mit der Aktienrendite. Während Zinsen auf Festgeldkonten über einen bestimmten Zeitraum stabil bleiben, schwankt die Dividendenrendite von Börsentag zu Börsentag, weil sie vom Aktienkurs abhängig ist. Sinkt der Aktienkurs, steigt zwar die Dividendenrendite, das bringt Ihnen als Anleger aber nichts, wenn Sie dann beim Verkauf der Aktie herbe Verluste machen. Zudem ist nicht gesagt, dass es dann bei der angekündigten Dividende bleibt. Aussagekräftiger ist stattdessen die Aktienrendite, weil sie angibt, wie sich eine Geldanlage insgesamt entwickelt – und nicht nur, wie das Verhältnis des einen zum anderen Wert ist.