ICE-Vorfall: NBA-Fans wüten wegen Tod von Alex Pretti
Alex Pretti wurde von US-Beamten in Minneapolis getötet. Der Aufschrei danach ist groß. Nun ist er auch in der NBA angekommen, wo Fans ganz klar reagieren. Samstag wurde der 37-jährige US-Amerikaner und Krankenpfleger Alex Pretti von Bundesbeamten der amerikanischen Einwanderungsbehörde (ICE) festgesetzt und später durch mehrere Schüsse getötet. Seitdem herrschen große Trauer, Wut und Protest. Die Auswirkungen lassen sich auch im Target Center in Minneapolis, dem Spielort der NBA-Franchise der Minnesota Timberwolves, feststellen. Beim Spiel gegen die Golden State Warriors (85:111) wurde in der Arena ein Moment der Stille zu Ehren des Verstorbenen abgehalten. Am Ende der Ruhe sind klare und eindeutige Rufe zu hören: "Scheiß ICE". Die Schweigeminute sollte aber nicht das einzige Zeichen des Protests gegen das harte Vorgehen von ICE sein. So wird in einem Video, das auf x kursiert, klar, dass auch im Rahmen des Unterhaltungsprogramms rund um das Spiel protestiert wurde. Die Minnesota Slam Squad, das Team, das mit Trampolins akrobatische Show-Einlagen rund um die NBA-Spiele der Timberwolves vorführt, trug schwarze T-Shirts mit der eindeutigen Aufschrift: "ICE out" ("ICE raus"). Es ist nicht das erste Mal, dass die Timberwolves sich politisch gezeigt haben. Bereits Anfang Januar, als in Minneapolis die ebenfalls 37-jährige Renée Good durch Beamte von ICE auf offener Straße getötet wurde, hatte die NBA-Franchise eine Schweigeminute abgehalten. Damals hatte Trainer Chris Finch erklärt: "Wie wir alle wissen, hat unsere Community eine unglaubliche Tragödie erlebt. Wir wollen nur unser Beileid überbringen. Unsere Gebete und Gedanken sind bei der Familie und allen, die davon betroffen sind."
