Nobelpreisträger | Auf den Punkt – auch ohne Punkt: Der neue Roman des Nobelpreisträgers Jon Fosse
Mit Ehrfurcht nähert man sich dem neuen Buch des Norwegers Jon Fosse, 2023 immerhin Literaturnobelpreisträger. Und dann flutscht man sofort hinein in dieses erste Stück einer als Romantrilogie angelegten Prosa, die, gewissermaßen traulich an den Bug schwappend, eher ein Reden denn ein Schreiben ist – nein: eher ein Denken denn ein Reden.
Als flössen Gedanken aufs Papier – und von dort direkt in die Seele der Leserin, ohne Umweg, ohne Dünkel, ohne Wortschatzhuberei. Die textbedingte Geordnetheit, in der ein Wort dem andern zu folgen hat, täuscht nicht darüber hinweg, dass jene Ordnung eine fiktive und ansonsten alles die reine Wahrheit ist.
Mit diesem genial einfachen Trick sanft fließenden Schreibsprechens präsentiert Fosse seine
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