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Bundesliga: Verletzungsschock und Pyro-Ärger im Hamburg-Derby

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Zwischen dem FC St. Pauli und dem Hamburger SV entwickelt sich eine umkämpfte Partie. Die Gäste müssen dabei einen frühen Schlag verkraften. In der Schlussphase wird es nochmal spannend. Der FC St. Pauli und der Hamburger SV treten auf der Stelle. 0:0 trennten sich die beiden Teams im Derby zum Auftakt Bundesliga-Spieltags am Freitag – ein Unentschieden, das keinem von beiden Klubs wirklich hilft. Zwar ist St. Pauli nun vorerst 16., verlässt den letzten Tabellenplatz, der HSV klettert auf Rang 13, die Konkurrenz kann jedoch schon am Samstag wieder an beiden Hamburger Klubs vorbeiziehen. In einer umkämpften Partie mussten die Gäste dazu einen frühen Schock verkraften, als Alexander Rössing-Lelesiit schon nach 14 Minuten verletzt ausgewechselt werden musste. Zu Beginn der zweiten Spielhälfte musste die Partie dann zeitweise unterbrochen werden, weil in den Fanblöcken Pyrotechnik gezündet wurde. So lief das Spiel: Bei Temperaturen um minus vier Grad boten beide Mannschaften in der ersten Halbzeit wenig Erwärmendes für die 29.183 Zuschauer. Der HSV erarbeitete sich im Mittelfeld ein Übergewicht, gewann dort die Mehrzahl der Zweikämpfe. Doch ganz nach vorn brachten die Gäste ebenso wenig zustande wie die Gastgeber. Beide Teams waren erschreckend schwach. Gespielt wurde kaum, allenfalls gekämpft. Eindrucksvoll zeigten sie, warum sie neben dem 1. FC Heidenheim die ungefährlichsten Mannschaften in der Bundesliga sind. Wenn es überhaupt zu Torabschlüssen kam, waren diese harmlos – oder die Spieler standen im Abseits. So war vor der Pause der einzige Aufreger ein rüdes Foul von St. Paulis Adam Dzwigala an HSV-Offensiv-Mann Alexander Røssing-Lelesiit (7.). Dzwigala sah Geld, der junge Norweger spielte noch einige Minuten, musste dann aber gegen Fabio Baldé ausgewechselt werden. Zur zweiten Halbzeit sorgten die Fans beider Lager für eine Verzögerung, als nach dem Abbrennen von Pyro dicke Rauchschwaden durch das Stadion zogen. Der HSV war nach dem Seitenwechsel zunächst weiter optisch überlegen. Doch der FC St. Pauli kam zunehmend besser ins Spiel. Durch die Hereinnahme des flinken Ricky-Jade Jones gab es mehr Zug zum Tor. Doch die erste gefährliche Situation des Spiels überhaupt hatten die Gäste. Nach einem Eckball scheiterte HSV-Abwehrchef Luka Vuskovic (54.) mit einem Kopfball an St. Paulis Torwart Nikola Vasilj. Da St. Pauli immer stärker wurde, reagierte HSV-Trainer Merlin Polzin , tauschte seinen Angriff komplett aus und brachte Robert Glatzel , Rayan Philippe und Jean-Luc Dompé. Polzins St. Pauli-Kollege Alexander Blessin hatte zuvor den zuletzt verletzten Kapitän Jackson Irvine und den wiedergenesenden Danel Sinani für Mittelfeld-Impulse aufs Feld geschickt. Diese beiden Personalien brachten noch einmal Schwung. So scheiterte Sinani (80.) an HSV-Keeper Daniel Heuer Fernandes, den Nachschuss verzog Louis Oppie. Zwei Minuten später war es Arkadiusz Pyrka, dessen Schuss ebenso Heuer Fernandes abwehrte. Das war's.