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Wetter in Deutschland: Sturmtief legt Verkehr lahm – viele Unfälle

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Mehrere Zentimeter Neuschnee, Glätte, starker Wind – Sturmtief "Elli" hat Deutschland fest im Griff. Während viele Verkehrsteilnehmer Probleme haben, nutzen manche die Situation aus. Am Donnerstag und frühen Freitagmorgen hat es in mehreren Bundesländern aufgrund des Schneesturms "Elli" Unfälle gegeben. Vor allem Lkw hatten mit Glätte und Schnee auf der Fahrbahn zu kämpfen. Zwei Menschen verloren ihr Leben. In Hessen rückte am Donnerstagabend die Autobahnpolizei zur A643 zwischen Wiesbaden und Mainz aus, nachdem vier Kinder im Alter zwischen zwölf und 13 Jahren Schneebälle von einer Brücke auf die Fahrbahn geworfen hatten. Kälteinbruch im Nachbarland: Rekord in Österreich – kälteste Nacht seit 2012 Schneeorkan bedroht Deutschland: "Wir rechnen mit Brüchen und Schädel-Hirn-Traumata" Die Kinder trafen dabei die Windschutzscheibe eines 30-Jährigen aus Bad Camberg und beschädigten diese. Polizeibeamte konnten die Kinder fassen und brachten sie anschließend zu ihren Erziehungsberechtigten. Nun wurde ein Strafverfahren wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr eingeleitet. Kinder unter 14 Jahren sind allerdings noch nicht strafmündig. Winterwetter: Polizei muss in Bayern 54-mal ausrücken In Bayern gab es ebenfalls mehrere Einsätze. Am Morgen wurde die Polizei zu einem Frontalunfall auf einer Staatsstraße bei Reisbach im Landkreis Dingolfing-Landau gerufen. Wie ein Polizeisprecher sagte, war ein Auto ins Schleudern geraten, vermutlich wegen des Winterwetters. Das Fahrzeug geriet daraufhin auf die Gegenspur, es kam zum Zusammenstoß mit einem entgegenkommenden Auto. Die beiden Fahrer erlitten tödliche Verletzungen. Auch nördlich davon blieb es nicht ruhig. Allein in Unterfranken musste die Polizei in der Nacht zum Freitag mindestens 54-mal ausrücken, erklärten die Einsatzzentralen am Freitagmorgen. Auf der A7 im Landkreis Bad Kissingen konnten demnach etwa zwei Dutzend Lkw wegen des Neuschnees ihre Fahrt nicht fortsetzen. Das Technische Hilfswerk rückte aus, um die Lastwagen anzuschieben, bis sie wieder weiterfahren konnten. Die Autobahnmeisterei räumte zudem den Schnee von der Fahrbahn. Dafür wurde die A7 zeitweise gesperrt. Zum morgendlichen Berufsverkehr wurde die Fahrbahn wieder freigegeben. Auf der Autobahn 70 bei Gochsheim im Kreis Schweinfurt hatte ebenfalls ein Lkw Probleme mit der Witterung. Wie ein Sprecher der Polizei mitteilte, war der Lastwagen aufgrund der schneeglatten Fahrbahn in die Mittelleitplanke gerutscht. Der Fahrer blieb unverletzt. Ob der Lastwagen weiterfahren kann, ist noch unklar. Die A70 ist von Bamberg in Richtung Schweinfurt gesperrt, wie ein Sprecher der Polizei mitteilte. Polizei: Schrittgeschwindigkeit kann schon zum Unfall führen In Baden-Württemberg geriet ebenfalls ein großer Verkehrsteilnehmer auf schneeglatter Straße ins Schlittern. In Ebhausen im Landkreis Calw kam ein Linienbus von der Fahrbahn ab und rutschte einen Abhang rund fünf Meter herunter. Dabei prallte der Bus in einen Baum, so die Polizei am Freitagmorgen. Der 29 Jahre alte Fahrer und zwei Insassen im Alter von 25 und 32 Jahren wurden dabei den Angaben zufolge leicht verletzt. Laut Angaben der Polizei ist noch unklar, wie schnell der Bus unterwegs war. Allerdings könne bei den aktuellen Witterungsbedingungen auch schon Schrittgeschwindigkeit zu schnell sein, mahnte sie. Der Schaden wird auf etwa 200.000 Euro geschätzt. Auch in Niedersachsen macht sich Sturmtief "Elli" auf den Straßen bemerkbar. Auf der A2 bei Garbsen in der Nähe von Hannover geriet ein Lastwagen auf glatter Fahrbahn ins Rutschen. Er drehte sich und fing Feuer. Laut einem Sprecher der Autobahnpolizei ist die Feuerwehr vor Ort, um den Brand zu löschen. Wie t-online auf Anfrage erfuhr, ist der Fahrer unverletzt. "Der Verkehr wird aktuell zweispurig an der Unfallstelle vorbeigeführt", erklärte ein Sprecher.