Mythos Marlboro Man: Warum das Tabakwerbeverbot im TV verpuffte
In diesem Zeitzeichen erzählt Erik Hlacer:
Jahrzehntelang ist der "Marlboro Man" Symbol eines ganzen Zeitalters: für Freiheit, Männlichkeit und den amerikanischen Traum. Und für eine Industrie, die genau weiß, dass ihr Produkt tötet. Die aber jeden Hinweis darauf kleinredet.
Debatten über die Gefahren von Zigaretten kommen nur langsam in Fahrt. Auch weil die Tabakindustrie viel dafür tut, sie kleinzuhalten. Im Jahr 1970 raucht etwa ein Drittel aller amerikanischen Ärzte. Man kann fast überall rauchen - außer vielleicht in der Nähe von Sprengstoff oder Benzin.
Trotzdem werden auch die Gegenstimmen langsam präsenter. Schon in den späten 1960er Jahren laufen im Fernsehen die ersten Anti-Tabak-Kampagnen. Im März 1970 beschließt der US-Kongress ein neues Gesetz, das vorsieht, dass im gesamten US-Rundfunk keine Zigarettenwerbung mehr laufen darf.
Am 2. Januar 1971 kurz vor Mitternacht ist es so weit: Ein Spot für Virginia Slims wird zur letzten Zigarettenwerbung im amerikanischen Fernsehen.
Das sind unsere wichtigsten Quellen:
Weiterführende Links:
Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob?
Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de
Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens!
Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in der ARD-Audiothek und überall da, wo es Podcasts gibt.
Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen:
Autor: Erik Hlacer
Redaktion: Matti Hesse
Technik: Nicolas Dohle ]]>
- wie Readers Digest den Rauchern schon Anfang der 1950er Jahren die Freude am Blauen Dunst verdirbt,
- warum die Werbung mit dem "Marlboro Man" hochpolitisch ist,
- was es mit der "Mittelmeer-Diät" auf sich hat,
- wie ehemalige "Marlboro Männer" zu Anti-Tabak-Aktivisten werden,
- wie das Werbeverbot im Fernsehen zum zahnlosen Tiger wird.
Jahrzehntelang ist der "Marlboro Man" Symbol eines ganzen Zeitalters: für Freiheit, Männlichkeit und den amerikanischen Traum. Und für eine Industrie, die genau weiß, dass ihr Produkt tötet. Die aber jeden Hinweis darauf kleinredet.
Debatten über die Gefahren von Zigaretten kommen nur langsam in Fahrt. Auch weil die Tabakindustrie viel dafür tut, sie kleinzuhalten. Im Jahr 1970 raucht etwa ein Drittel aller amerikanischen Ärzte. Man kann fast überall rauchen - außer vielleicht in der Nähe von Sprengstoff oder Benzin.
Trotzdem werden auch die Gegenstimmen langsam präsenter. Schon in den späten 1960er Jahren laufen im Fernsehen die ersten Anti-Tabak-Kampagnen. Im März 1970 beschließt der US-Kongress ein neues Gesetz, das vorsieht, dass im gesamten US-Rundfunk keine Zigarettenwerbung mehr laufen darf.
Am 2. Januar 1971 kurz vor Mitternacht ist es so weit: Ein Spot für Virginia Slims wird zur letzten Zigarettenwerbung im amerikanischen Fernsehen.
Das sind unsere wichtigsten Quellen:
- Robert N. Proctor: Golden Holocaust. 2011
- Barry Vacker: The Marlboro Man as a Twentieth Century David
- Brown & Williamson Memo: Doubt is Our Product. 1981
Weiterführende Links:
- Planet Wissen: Medien - Werbung
- Planet Wissen: Krankheiten - Krebs
- Planet Wissen: Rauschmittel - Nikotin
Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob?
Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de
Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens!
Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in der ARD-Audiothek und überall da, wo es Podcasts gibt.
Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen:
Autor: Erik Hlacer
Redaktion: Matti Hesse
Technik: Nicolas Dohle ]]>
