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Декабрь
2025

USA bieten Maduro Fluchtmöglichkeit – Staatschef bleibt in Caracas

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Die USA bieten Maduro eine sichere Ausreise an. Währenddessen taucht der tagelange abwesende Staatschef plötzlich wieder in Caracas auf und verteilt Auszeichnungen für Kaffeesorten. Inmitten der sich zuspitzenden Spannungen zwischen den USA und Venezuela hat Washington nach Angaben eines US-Senators dem venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro die Möglichkeit angeboten, das Land zu verlassen. Gleichzeitig trat der seit Tagen abgetauchte Staatschef erstmals wieder öffentlich auf – und bestätigte damit, dass er sich weiter in Caracas aufhält. Der republikanische Senator Markwayne Mullin sagte am Sonntag dem Sender CNN , Washington habe Maduro "die Möglichkeit gegeben, zu gehen". Man habe dem Präsidenten angeboten, "nach Russland oder in ein anderes Land" auszureisen. Zu den Bedingungen äußerte sich Mullin nicht – er betonte aber, diese seien "entscheidend". US-Präsident Donald Trump hatte am Samstag den venezolanischen Luftraum für "geschlossen" erklärt und erneut mit einem härteren Vorgehen gegen mutmaßliche Drogenhändler gedroht. Maduro nach Tagen der Ungewissheit wieder öffentlich Maduro hatte sich zuvor mehrere Tage nicht in der Öffentlichkeit gezeigt. Üblicherweise tritt der Präsident mehrmals pro Woche im Staatsfernsehen auf – sein Schweigen seit Mittwoch hatte in Venezuela Spekulationen befeuert, er könnte geflohen sein. Newsblog US-Politik: Neue Erkenntnisse zum Schützen von Washington USA und die Drogen: Trumps Drohung läuft ins Leere Am Sonntag zeigte er sich dann bei einer Preisverleihung für Spezialitätenkaffee im Osten von Caracas. In Onlinevideos war zu sehen, wie er Medaillen an Kaffeeproduzenten überreichte, verschiedene Sorten probierte und kurze Ansprachen hielt. Die aktuelle Krise erwähnte er nicht direkt. Zum Abschluss rief er: "Venezuela ist unzerstörbar, unantastbar, unschlagbar", während er über die wirtschaftliche Lage des Landes sprach. US-Präsident Trump bestätigte am Sonntag, dass er in den vergangenen Tagen mit Maduro telefoniert habe. "Es war ein Telefonat", sagte Trump an Bord der Air Force One. Ob es gut oder schlecht verlaufen sei, wolle er nicht kommentieren. Die "New York Times" und das "Wall Street Journal" berichteten, das Gespräch habe bereits früher im Monat stattgefunden. Dabei sei es demnach um mögliche Forderungen Venezuelas nach einer Generalamnestie für Maduro, ranghohe Regierungsmitglieder und deren Familien gegangen. Viele von ihnen stehen im Fokus von US-Sanktionen oder sehen sich strafrechtlichen Vorwürfen ausgesetzt. Caracas schweigt zu dem Telefonat: Weder Maduro noch Mitglieder seiner Regierung äußerten sich am Sonntag dazu. Auch Jorge Rodríguez, Präsident der Nationalversammlung, wich Fragen dazu aus – er kündigte stattdessen eine Untersuchung zu jüngsten US-Marineeinsätzen an, bei denen mehr als 80 mutmaßliche Drogenschmuggler getötet worden sein sollen. Caracas erhebt Vorwürfe Die US-Regierung hat in den vergangenen Wochen massive militärische Präsenz in der Karibik aufgebaut. Nach Angaben Trumps sollen die Maßnahmen der Bekämpfung des Drogenhandels dienen. Trump hatte zuletzt erklärt, die USA könnten ihre Einsätze bald auch "an Land" ausweiten. Einen unmittelbar bevorstehenden Luftschlag dementierte er am Sonntag allerdings: Sein Hinweis an Airlines , den venezolanischen Luftraum zu meiden, sei "nicht als Signal" für einen Angriff gedacht. Parallel zur militärischen Eskalation wandte sich Maduro in einem Brief an die Opec. Die USA hätten es auf die weltgrößten Erdölreserven Venezuelas abgesehen und wollten diese "durch militärische Gewalt" unter ihre Kontrolle bringen, schrieb der Präsident. Die Stabilität der Ölproduktion und des globalen Markts sei gefährdet. Venezuela verfügt über die größten nachgewiesenen Erdölreserven der Welt. Die Wirtschaft des Landes ist fast vollständig vom Energiesektor abhängig. "Wollen keine Truppen nach Venezuela entsenden" Senator Mullin betonte am Sonntag, Trump habe klar gemacht, dass die USA "keine Truppen nach Venezuela entsenden" würden. Das Vorgehen diene allein dem Schutz der eigenen Küsten vor Drogenhandel. Gleichzeitig sind die militärischen Operationen hochumstritten: Seit September haben US-Streitkräfte wiederholt Boote mutmaßlicher Drogenschmuggler in der Karibik und im Ostpazifik angegriffen. Laut US-Angaben wurden dabei mindestens 83 Menschen getötet, über 20 Schiffe zerstört.