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Ноябрь
2025

Gebühren verstehen und smarter handeln

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Viele Broker werben mit "0-Euro"-Handel. Für Anleger wirkt das auf den ersten Blick attraktiv. Doch ob ein Trade wirklich günstig ist, entscheidet sich nicht nur an der ausgewiesenen Gebühr. Spreads, Ausführungsqualität oder der richtige Handelszeitpunkt können den Preis eines Trades deutlich beeinflussen – und genau hier entstehen oft Kosten, die man auf den ersten Blick nicht sieht. Warum sich ein genauer Blick lohnt und wie echte Preisvorteile entstehen, erklärt Karsten Haesen, Vorstandsmitglied der Berliner Tradegate AG, im Gespräch mit t-online. t-online: 0 Euro pro Order klingt sehr verlockend. Auf welche Kosten kommt es wirklich an? Karsten Haesen: Auch wenn "0 Euro pro Order" auf den ersten Blick wie ein klarer Vorteil wirkt, sollten Anleger zwischen expliziten und impliziten Kosten unterscheiden. Die Ordergebühr ist nur ein kleiner Teil der tatsächlichen Handelskosten. Entscheidend ist die "Total Cost of Trading" – also alles, was beim Kauf oder Verkauf tatsächlich anfällt. Was gehört dazu? Ein zentraler Punkt ist der Spread, also die Differenz zwischen Kauf- und Verkaufskurs. Je breiter er ist, desto teurer wird der Einstieg, selbst bei null Euro Ordergebühr. Dazu kommt die Slippage, also die Abweichung zwischen erwartetem und ausgeführtem Kurs. Vor allem in volatilen Phasen oder bei Market Orders kann der tatsächliche Ausführungskurs schlechter sein. Diese Abweichung ist für Anleger nicht sofort sichtbar, kostet aber reales Geld. Auch das Orderbuch selbst spielt eine Rolle: Große Orders können den Kurs bewegen, besonders in Nebenwerten. Und nicht zuletzt fallen an vielen Handelsplätzen Börsengebühren an, bei der Tradegate Exchange jedoch nicht. Wie funktioniert das bei Ihnen? Unsere App tradegate.direct bietet Privatanlegern direkten Zugang zur Tradegate Exchange. Das bedeutet: keine Ordergebühren, keine Depotgebühren und Zugang zu einer hochliquiden Börse mit engen Spreads. Zusätzlich stehen sowohl klassische als auch intelligente Ordertypen zur Verfügung, um Preis, Risiko und Timing besser zu steuern. Viele Broker arbeiten mit PFOF-Modellen. Was bedeutet das für Anleger? Payment for Order Flow heißt, dass Broker dafür bezahlt werden, Orders an bestimmte Handelspartner weiterzuleiten. Das kann Interessenkonflikte erzeugen, weil der Ausführungsort nicht zwingend nach bester Marktqualität gewählt wird. Beim direkten Börsenhandel landen Orders im offiziellen Orderbuch, also dort, wo echte Kauf- und Verkaufsinteressen sichtbar sind. Die Preisbildung ist reguliert, transparent und unabhängig von wirtschaftlichen Anreizen Dritter. Für Anleger ist das ein großer Vorteil. Warum reicht der angezeigte Kurs oft nicht aus, um eine gute Entscheidung zu treffen? Weil ein angezeigter Kurs zunächst nur den letzten gehandelten Preis oder die aktuelle Bid-Ask-Quote widerspiegelt, nicht aber die handelbare Menge dahinter. Entscheidend ist die Liquidität im Orderbuch. Wenn hinter einem Kurs nur wenig Volumen liegt, kann schon eine kleine Order dazu führen, dass Anleger in den nächst schlechteren Preisbereich rutschen. In volatilen Phasen oder bei weniger liquiden Werten öffnet sich zudem der Spread, was die tatsächlichen Handelskosten erhöht. Als Europas größte Retail-Börse ist die Tradegate Exchange speziell auf den Handel von Privatanlegern ausgerichtet. Durch den hohen Anteil privater Orders entsteht in vielen häufig gehandelten Werten ein enges Bid-Ask-Spannungsfeld und eine größere Orderbuchtiefe. Das bedeutet: mehr tatsächlich handelbares Volumen zu den angezeigten Preisen und eine geringere Wahrscheinlichkeit, beim Ausführen einer Order deutlich schlechtere Kurse zu erhalten. Für Anleger führt das insgesamt zu stabileren Ausführungen und einer transparenteren Preisbildung. Handelszeit ist nicht gleich Handelszeit. Welche Rolle spielt der Zeitpunkt der Orderausführung? Eine sehr große. Die Effizienz einer Order hängt stark davon ab, wann ein Anleger handelt. Liquidität verteilt sich nicht gleichmäßig über den Tag und das beeinflusst Spread, Ausführung und letztlich die Kosten eines Trades. Zu bestimmten Uhrzeiten ist das Orderbuch deutlich "tiefer", also mit mehr Kauf- und Verkaufsinteressen gefüllt. Morgens nach der europäischen Markteröffnung steigt die Liquidität zumeist spürbar an, während um 15.30 Uhr, mit der Öffnung der US-Märkte, viele Werte ihre höchste Liquidität des Tages erreichen. Gegen Handelsschluss in Europa und den USA verändern sich die Spreads teils wieder. Der richtige Zeitpunkt kann also bares Geld wert sein. Welche Vorteile bringen Börsen mit langen Handelszeiten? Börsen mit erweiterten Handelszeiten, etwa von 7.30 bis 22 Uhr wie an der Tradegate Exchange, ermöglichen es Privatanlegern, Orders genau dann auszuführen, wenn relevante Marktimpulse auftreten. Das ist zum Beispiel hilfreich, wenn US-Unternehmenszahlen oder Inflations- und Arbeitsmarktdaten in den USA veröffentlicht werden. Das geschieht oft vor oder nach der Öffnung der amerikanischen Börsen. Wer während solcher "Informationsfenster" handeln kann, profitiert davon, dass der Markt mehr Preisbildung zulässt, statt erst am nächsten Morgen zu reagieren. Welche Orderarten sind besonders wichtig für Privatanleger? Anleger können bei uns neben den klassischen auch intelligente Ordertypen nutzen. Sie bringen mehr Kontrolle beim Preis und beim Risiko. Market Orders sorgen für sofortige Ausführung, können aber in turbulenten Märkten auch zu schlechteren Kursen führen. Limit Orders sichern einen Wunschpreis, werden aber nur ausgeführt, wenn der Markt diesen erreicht. Stop- und Stop-Limit-Orders helfen bei der automatischen Absicherung, reagieren jedoch sensibel auf starke Kursbewegungen. OCO-Orders kombinieren Gewinnmitnahme und Stop-Loss in einem Auftrag. Und Trailing Stops sichern Gewinne dynamisch, indem sie dem Kurs folgen. Sie können bei engen Abständen aber auch frühzeitig ausgelöst werden. Wie wichtig ist eine breite Produktauswahl für aktive Anleger, die flexibel auf Marktphasen reagieren möchten? Für aktive Trader ist die Auswahl an handelbaren Produkten entscheidend. Je größer die Auswahl, desto flexibler können Anleger auf Marktbewegungen reagieren und ihre Strategien umsetzen. An der Tradegate Exchange können über 7.000 Aktien, rund 4.000 ETPs und mehr als 5.000 Mini Futures gehandelt werden. Diese Vielfalt ist kein Extra, sondern ein klarer Vorteil: Sie schafft mehr Chancen, bessere Reaktionsmöglichkeiten und eine selbstbestimmte Depotgestaltung. Warum ist es wichtig, dass Handelsaktivitäten über eine regulierte Vollbank abgewickelt werden? Für Privatanleger macht es einen großen Unterschied, ob ihre Trades über eine regulierte Vollbank oder über einen unregulierten oder nur teilweise regulierten Dienstleister laufen. Eine Vollbank wie die Tradegate AG unterliegt den strengen Vorgaben der europäischen und deutschen Finanzaufsicht – inklusive BaFin-Überwachung, Risikomanagement und klar dokumentierten Prozessen. Das sorgt für ein hohes Maß an Sicherheit und Verlässlichkeit. Hinzu kommt die gesetzliche Einlagensicherung: Kundengelder sind bis 100.000 Euro pro Person geschützt und damit zusätzlich abgesichert. Weil die Tradegate AG über eine Vollbanklizenz verfügt, bietet unsere Trading-App tradegate.direct höchste Sicherheit für Kundendaten und Kapital, und damit ein hohes Maß an Vertrauen und Stabilität. Und was raten Sie Privatanlegern, die heute zwischen verschiedenen Handelsmodellen vergleichen? Worauf sollten sie wirklich achten? Sie sollte sich weniger von Schlagworten leiten lassen und stärker auf die tatsächliche Handelsqualität achten. Wichtig ist dabei zu wissen, wie ein Handel wirklich funktioniert, sowie Transparenz des Dienstleisters, also, ob Ausführungen wirklich nachvollziehbar sind. Und ein direkter Marktzugang, also dort handeln, wo die Preise auch wirklich entstehen. Mein Rat lautet daher: Nicht allein auf die Ordergebühr schauen, sondern auf die gesamte "Total Cost of Trading". Neben der Gebührenstruktur sollten Anleger immer auch die Liquidität, die Ausführungsqualität und die Transparenz berücksichtigen. Diese Faktoren können den langfristigen Anlageerfolg maßgeblich beeinflussen. Die Inhalte auf dieser Seite wurden von der Ströer Content Group Sales GmbH in Zusammenarbeit mit Tradegate AG, Kurfürstendamm 129d, 10711 Berlin, erstellt.