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Ноябрь
2025

Epstein-Mails enthüllen neue Details: Trump "wusste von den Mädchen"

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Mails von Jeffrey Epstein enthüllen belastende Details über Donald Trump. In den Dokumenten finden sich zahlreiche Details. Trump soll mit einem Wutanfall reagiert haben. Von den US-Demokraten im Repräsentantenhaus veröffentlichte E-Mails des verurteilten Sexualstraftäters Jeffrey Epstein belasten US-Präsident Donald Trump . Die Demokraten im US-Kongress veröffentlichten drei E-Mail-Auszüge, die aus dem Nachlass Epsteins stammen und bisher unveröffentlicht sein sollen. Es geht darin unter anderem darum, dass Trump von den kriminellen Machenschaften des Finanziers mehr gewusst haben soll, als er bisher eingeräumt hat. Trumps Bekanntschaft mit dem Milliardär ist schon seit Jahren bekannt. So behauptete Epstein einmal, Trump sei mehr als zehn Jahre lang einer seiner engsten Freunde gewesen. Allerdings beteuerte der Republikaner stets, er sei weder in Epsteins Straftaten involviert gewesen noch habe er überhaupt etwas von den sexuellen Vorlieben des Geschäftsmannes gewusst. Die nun veröffentlichten Mails zeichnen ein anderes Bild. In einer Nachricht an den Journalisten Michael Wolff schreibt der Investmentbanker über Trump: "Natürlich wusste er von den Mädchen." In einer anderen Mail beraten Wolff und Epstein gemeinsam, welche "Antwort wir ihm an die Hand geben können", sollte Trump von Journalisten nach dem verurteilten Sexualstraftäter gefragt werden. Auch wird darin besprochen, wie er Trumps Antwort später nutzen könnte – etwa, um den Präsidenten öffentlich bloßzustellen oder ihn von Epstein abhängig zu machen. Maxwell: "Daran habe ich auch gedacht" In einer anderen Mail an seine Komplizin Ghislaine Maxwell heißt es über Trump: "Ich will, dass du verstehst, dass Trump der eine Hund ist, der nicht gebellt hat." Dieser Satz ist möglicherweise eine Referenz an die Sherlock Holmes-Geschichte "Silver Blaze". In dieser leitet der Detektiv aus der Tatsache, dass ein Hund während eines Verbrechens nicht bellte, einen wichtigen Hinweis ab: Der Hund reagierte nicht – weil er den Täter kannte. Ebenfalls an Maxwell schrieb Epstein über eines seiner Opfer: "Sie verbrachte Stunden in meinem Haus mit ihm (gemeint ist Trump; Anm. d. Red.)." Maxwell antwortet: "Daran habe ich auch gedacht." Der Name des Opfers ist in der Mail geschwärzt. Dem Weißen Haus zufolge handelt es sich bei der jungen Frau um Virginia Giuffre, die sich im April im Alter von 41 Jahren das Leben genommen hatte. Im Oktober erschienen posthum die Memoiren der US-Australierin. Sie klagte darin den ehemaligen britischen Prinzen Andrew an, sie als Minderjährige missbraucht zu haben. Das britische Königshaus hatte Andrew kürzlich den Adelstitel entzogen und ihn auch dazu aufgefordert, aus der Royal Lodge in Windsor auszuziehen. Kontroverse Verlegung: Epstein-Vertraute schreibt aus Haft Brisante Dokumente aufgetaucht: Besuchte Musk Epstein auf dessen Privatinsel? Trumps Sprecherin Karoline Leavitt betonte, Giuffre habe "wiederholt gesagt, dass der Präsident in keinerlei Fehlverhalten verwickelt war". Auch Maxwell hatte zuletzt behauptet, sie habe Trump nie mit einem der Mädchen bei Epstein gesehen. Die ehemalige Geliebte des Investmentbankers sitzt aktuell unter anderem wegen Sexhandels mit Minderjährigen und weiterer Vergehen – die meisten gemeinsam mit Epstein begangen – im Gefängnis. Sie erklärte zuletzt, sie wünsche sich von Trump eine Aufhebung ihrer Strafe. Epstein starb 2019 während Trumps erster Präsidentschaft im Gefängnis – offiziell durch Suizid. Es gibt allerdings seit Jahren Zweifel an der Suizidversion. Dem Milliardär wurde vorgeworfen, zahlreiche Mädchen und junge Frauen systematisch missbraucht und einem ganzen Netzwerk an Prominenten, Adligen und Politikern zugeführt zu haben. 2005 drohte ihm ein Verfahren wegen der Vergewaltigung einer Minderjährigen. Im Jahr darauf wurde er lediglich wegen eines minderschweren Sexualdelikts zu 13 Monaten Haft verurteilt – nachdem er mit der Staatsanwaltschaft einen Deal ausgehandelt hatte, der ihn vor lebenslanger Freiheitsstrafe bewahrte. Druck auf Trump Trump konnte ein Fehlverhalten in der Affäre nie nachgewiesen werden. Dennoch war der Präsident zuletzt auch im eigenen Lager in Bedrängnis geraten, weil seine Regierung nicht Licht in den Skandal gebracht hat. Genau das hatte der Republikaner im Wahlkampf seinen Anhängern versprochen. Der Druck auf Trump könnte in Kürze weiter steigen: Am Mittwoch wurde in Washington die neugewählte demokratische Abgeordnete des Repräsentantenhauses, Adelita Grijalva, vereidigt. Mit ihrer Stimme können Republikaner und Demokraten eine parteiübergreifende Petition beschließen, alle Epstein-Akten zu veröffentlichen . Dafür sind im Repräsentantenhaus 218 Stimmen nötig, bisher fehlte eine Stimme zur Verabschiedung. Der Sprecher des US-Repräsentantenhauses, Mike Johnson, kündigte daraufhin an, die Abstimmung über die Veröffentlichung werde nächste Woche stattfinden. Das Weiße Haus bestreitet die Echtheit der E-Mails nicht. Trumps Pressesprecherin Karoline Leavitt erklärte am Nachmittag, die Demokraten hätten Mails "selektiv" ausgewählt, um Trump zu diffamieren. Es handle sich um eine Kampagne, die von der gescheiterten Politik der Opposition ablenken solle. Trump selbst nannte die Veröffentlichung einen "Schwindel". Hinweis: Falls Sie viel über den eigenen Tod nachdenken oder sich um einen Mitmenschen sorgen, finden Sie hier sofort und anonym Hilfe.