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Октябрь
2025

DFB-Pokal: Darum gibt es keinen VAR in der zweiten Runde

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Strittige Szenen im DFB-Pokal kommen vor, Korrekturen gibt es nicht. Denn der Video-Assistent kommt erst später im Wettbewerb zum Einsatz. Das hat verschiedene Gründe. Die Partien am Dienstag im DFB-Pokal haben gleich mehrere umstrittene Szenen geboten. Im Spiel zwischen Eintracht Frankfurt und Borussia Dortmund hätte zum Beispiel das Dortmunder Tor zum 1:1 nicht zählen dürfen. Stürmer Maximilian Beier stand bei der Entstehung knapp im Abseits. In Berlin hatte die Hertha Glück, dass ein klares Handspiel von Diego Demme im eigenen Strafraum gegen die SV Elversberg übersehen wurde. Und auch in der Partie zwischen St. Pauli und Hoffenheim gab es Ärger um eine Strafstoß-Entscheidung. Der Video-Assistent (VAR) kam nicht zum Einsatz – aber warum? In der zweiten Runde des DFB-Pokals gibt es noch keinen VAR. Dieser kommt erst ab dem Achtelfinale zum Einsatz. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) begründet diesen Schritt auf seiner Webseite mit "Kapazitätsgründen". "Extrem bitter": Fehlentscheidung ärgert Eintracht Der DFB erklärt: "Zu Beginn sind viele kleine und unterklassige Vereine im Wettbewerb vertreten. Dort in sämtlichen Stadien den VAR zu installieren, was in Form von mobilen Vans vor den Stadien geschehen müsste, wäre ein hoher wirtschaftlicher und organisatorischer Aufwand." Am Dienstag fand beispielsweise eine Partie im Drittliga-Stadion von Energie Cottbus statt, am heutigen Mittwoch ist der Regionalligist FV Illertissen im Einsatz. Zudem führt der Verband an: "Darüber hinaus bedeutet der VAR viel zusätzliches Personal, was in den ersten beiden Runden bei so vielen Spielen, die gleichzeitig stattfinden, nicht abzudecken ist." "Keinen Sinn, zu diskutieren, ob wir ihn früher einführen" Eintracht-Kapitän Robin Koch würde sich den VAR dennoch wünschen, wie er nach dem BVB-Spiel sagte: "Klar, wäre es für uns top gewesen, wenn wir heute den Videobeweis gehabt hätten." Eintrachts Sportvorstand Markus Krösche fügte an: "Es ist müßig, sich darüber zu unterhalten, wir müssen einfach damit leben. Es macht keinen Sinn, zu diskutieren, ob wir ihn früher einführen oder nicht." In der Bundesliga kommt der VAR seit der Saison 2017/18 zum Einsatz. Er soll die Schiedsrichter auf dem Platz bei ihrer Arbeit zu unterstützen. In der 2. Liga wird der Video-Assistent seit der Saison 2019/2020 genutzt. Die Einführung dauerte dort länger, weil in den Stadien erst die für den Einsatz nötigen Glasfaserkabel verlegt werden mussten.