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Октябрь
2025

USA eskalieren Drogenkrieg: Zehnter Angriff auf Boot in der Karibik

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Die USA setzen ihre Militäroperationen gegen angebliche Drogenschmuggler fort. Die Angriffe sind Teil einer zunehmenden Eskalation gegen Venezuela. Das US-Militär hat erneut ein angeblich mit Drogen beladenes Boot in der Karibik angegriffen und dabei sechs Menschen getötet. Der Angriff sei in der Nacht auf Anweisung von Präsident Donald Trump erfolgt, teilte Verteidigungsminister Pete Hegseth mit. Es ist der zehnte bekannte Schlag im Rahmen der US-Kampagne gegen angebliche Drogenschmuggler in der Region. Das Boot soll nach Angaben des Pentagons der venezolanischen Organisation Tren de Aragua gehört haben und in internationalen Gewässern unterwegs gewesen sein. Ein von Hegseth veröffentlichtes Video zeigt, wie ein Schiff aus der Ferne beschossen wird. Es gerät in Brand und verschwindet schließlich in einer Explosion. Die Gesamtzahl der Toten steigt damit auf 43. Seit September zehn Angriffe mit 43 Toten Bereits in den vergangenen Wochen hatte das US-Militär mehrfach mutmaßliche Drogenboote in der Karibik und im Ostpazifik angegriffen. Die meisten Ziele befanden sich in der Nähe venezolanischer Hoheitsgewässer. In mindestens zwei Fällen wurde auch im Pazifik zugeschlagen. Die Regierung von Präsident Trump erklärte, mit den Angriffen dem Drogenschmuggel aus Lateinamerika entgegentreten zu wollen. Hegseth verglich die Kampagne gegen mutmaßliche Drogenkriminelle mit dem früheren "Krieg gegen den Terror" im Nahen Osten. Wer Drogen schmuggle, den würden die USA behandeln wie al-Qaida-Kämpfer. Der Verteidigungsminister schrieb: "Tag und Nacht werden wir eure Netzwerke orten, eure Leute aufspüren, euch jagen und töten." "Kein verrückter Krieg, bitte" : Maduro appelliert an Trump Zieht Trump in den Krieg? Die Lage spitzt sich zu Politische Drohkulisse gegen Nicolás Maduro Neben den Luftangriffen ordnete Trump auch verdeckte Operationen des US-Auslandsgeheimdienstes CIA in Venezuela an und stellte eine Ausweitung der Einsätze auf das Festland in Aussicht. Beobachter sehen darin eine umfassende politische Eskalationsstrategie gegenüber der Regierung in Caracas. Die USA werfen Venezuelas Machthaber Nicolás Maduro vor, kriminelle Drogennetzwerke zu unterstützen. Kritiker sprechen dagegen von einer völkerrechtlich fragwürdigen Praxis. Internationale Belege für die Beteiligung der Getöteten am Drogenschmuggel hat Washington bislang nicht vorgelegt. Neben den Angriffen auf See verstärken die USA ihre militärische Präsenz in der Region. Kürzlich legte ein US-Zerstörer im benachbarten Trinidad und Tobago an, auch Kampfjets wurden mehrfach vor Venezuelas Küste gesichtet. Maduro reagierte mit scharfen Worten und warnte vor einem möglichen Krieg. Aus Kolumbien kamen ähnliche Befürchtungen. Caracas spricht von gezielten Tötungen und illegalen Angriffen. Zielt Trump auf einen Regimewechsel in Caracas? Mehrere internationale Beobachter gehen davon aus, dass die Angriffe auf mutmaßliche Drogenboote nicht nur der Bekämpfung des Schmuggels dienen. Vielmehr könnten sie Teil einer Strategie sein, um die politische Führung Venezuelas unter Druck zu setzen oder zu stürzen. Die USA hatten in der Vergangenheit mehrfach klargestellt, dass sie Maduros Regierung als illegitim ansehen. Menschenrechtsorganisationen und Völkerrechtsexperten fordern derweil mehr Transparenz. Insbesondere der Einsatz tödlicher Gewalt gegen mutmaßliche Schmuggler ohne Gerichtsverfahren oder klare Beweislage wirft völkerrechtliche Fragen auf. Das UN-Menschenrechtsbüro rief Washington zur Zurückhaltung auf. Eine völkerrechtliche Bewertung der Angriffe durch die UN steht bislang aus.