1945: Die „Ordnung von Jalta“
Winston Churchill lässt sich nicht beirren und fliegt am 9. Oktober 1944 nach Moskau. Der britische Premier hält es für angebracht, mit Josef Stalin noch vor Ende des Krieges darüber zu verhandeln, welche Interessensphären sich die Alliierten nach dem letzten Schuss zubilligen. US-Präsident Franklin D. Roosevelt hält das für verfrüht, beauftragt aber W. Averell Harriman, US-Botschafter in Moskau, die Gespräche im Kreml zu beobachten, ohne Churchill zu sekundieren. Den fesselt die Vorstellung, Großbritannien werde nach dem Krieg und dem Verschwinden des deutschen Rivalen seine imperiale Aura weiter genießen und pflegen können. Im Weißen Haus hingegen wird statt einer hierarchischen eine universelle Weltordnung gleichberec
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