Außenminister Wadephul in der Kritik: "Die Empörung ist scheinheilig"
Johann Wadephul steht nach seiner Kritik am Eingreifen der USA in den Krieg zwischen Israel und dem Iran unter Beschuss. Hat der Außenminister seine Kommunikation im Griff? Schon wieder gibt es Ärger für Außenminister Johann Wadephul. Nachdem die US-Armee am Wochenende iranische Atomanlagen bombardiert hatte, bezeichnete der CDU-Politiker das US-Eingreifen in Israels Krieg als "bedauerlich". Damit setzte er sich von Bundeskanzler Friedrich Merz ab, der die mögliche Zerstörung der iranischen Atomanlagen begrüßte. In der Union sorgte das für Unmut, und es ist kein Einzelfall: Schon zuvor stand der Außenminister mit seinen Äußerungen zur israelischen Kriegsführung im Gazastreifen oder zur deutschen Aufrüstung im politischen Gegenwind, auch Vertreter der Regierungsparteien äußerten ihren Unmut. Mit Blick auf die sehr volatile Krisenpolitik scheint die Bundesregierung also nicht immer mit einer Stimme zu sprechen. Kritik gibt es aktuell aber vor allem an den Äußerungen von Wadephul. Das führt zur Frage: Hat Außenminister Wadephul seine Kommunikation im Griff?
