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World News
Июнь
2025

USA ziehen erste Mitarbeiter aus Nahost ab

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Die Spannungen zwischen dem Iran und den USA wachsen. Das US-Außenministerium beginnt mit der Evakuierung von Botschaftspersonal. Die USA bereiten eine teilweise Evakuierung von Botschaftsmitarbeitern und Militärangehörigen im Nahen Osten vor. Betroffen sind neben der Botschaft in Bagdad auch Vertretungen in Ländern, die von iranischen Raketen erreicht werden können, berichtet die "Washington Post". Nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters sollen zunächst nur Mitarbeiter, die nicht unbedingt erforderlich sind, zurückbeordert werden. Die Botschaften sollen außerdem Evakuierungspläne für den Fall einer Eskalation in den Beziehungen mit dem Iran vorbereiten, hatte Außenminister Marco Rubio angeordnet. "Das Außenministerium überprüft regelmäßig amerikanisches Personal im Ausland, und diese Entscheidung wurde als Ergebnis einer kürzlichen Überprüfung getroffen", sagte die Sprecherin des Weißen Hauses, Anna Kelly, gegenüber Reuters. Die teilweisen Evakuierungen erfolgen zu einem Zeitpunkt erhöhter Spannungen zwischen dem Iran und den USA. US-Präsident Donald Trump hatte die Chancen für eine Einigung bei den Atom-Verhandlungen mit dem Iran zuletzt skeptisch gesehen. Die USA fordern, dass der Iran aufhört, Uran anzureichern, was Teheran aber ablehnt. Trump hatte in der Vergangenheit wiederholt mit Angriffen auf den Iran gedroht. Der iranische Verteidigungsminister Aziz Nasirzadeh erklärte am Mittwoch, dass der Iran im Falle eines Angriffs Vergeltung üben würde, indem er US-Stützpunkte in der Region angreift. Die Vereinigten Staaten sind in der gesamten wichtigen Ölförderregion militärisch präsent, mit Stützpunkten im Irak , in Kuwait, Katar, Bahrain und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Der amerikanische Verteidigungsminister Pete Hegseth hat nach Angaben aus dem Pentagon die freiwillige Rückkehr von Familienangehörigen vorgeschlagen. Viele Familien von US-Militärpersonal leben in Bahrain. Das US-Zentralkommando im Nahen Osten hält nach Angaben eines Beamten einen konstanten Zustand der Bereitschaft aufrecht. "Wir beobachten und sind besorgt", sagte ein hochrangiger Diplomat in der Region der "Washington Post". "Wir glauben, dass die Lage ernster ist als jemals zuvor." Britische Marine: Sind über Spannungen informiert Die Stützpunkte des US-Militärs am Persischen Golf, etwa in Bahrain und Katar, sind Luftlinie nicht sehr weit vom Iran entfernt und könnten im Falle einer Eskalation zu Zielen werden. In seinem Nachbarland Irak wiederum hat der Iran großen Einfluss, unter anderem über verbündete schiitische Milizen. Die Seehandelsaufsicht der britischen Marine (UKMTO) erklärte, man sei über Spannungen informiert worden, "die zu einer Eskalation militärischer Aktivitäten führen könnte". Schiffe sollten Vorsicht walten lassen im Persischen Golf, im Golf von Oman und in der Straße von Hormus, einer für die Schifffahrt wichtigen Meeresenge zwischen dem Iran und dem Oman. Die sechste Runde direkter Gespräche zwischen dem Iran und den Vereinigten Staaten soll am Sonntag in Oman zwischen dem US-Verhandlungsführer Steve Witkoff und dem iranischen Außenminister Abbas Araghchi sowie zwischen ihren technischen Teams stattfinden. Aus Verhandlungskreisen heißt es aber, dass das Treffen verschoben werden könnte.