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Май
2025

Tesla: Vorstand sucht offenbar Nachfolger für Musk

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Der Tesla-Vorstand erwägt offenbar, Elon Musk an der Spitze des Unternehmens zu ersetzen. Das "Wall Street Journal" berichtet von internen Spannungen. Tesla-Vorstandsmitglieder haben im vergangenen Monat laut einem Medienbericht mit der Suche nach einem Nachfolger für CEO Elon Musk begonnen. Einem Bericht des "Wall Street Journal" (WSJ) zufolge kontaktierte das Aufsichtsgremium dazu mehrere Personalberatungsfirmen. Die Zeitung beruft sich in ihrem Bericht auf Insider. Tesla schloss das vergangene Quartal nach einem Modellwechsel und Kontroversen um die politische Rolle von Musk in der Regierung von Donald Trump mit deutlichen Rückgängen bei Umsatz und Gewinn ab. Hier lesen Sie mehr. Musk hatte einen Großteil seiner Zeit in der US-Hauptstadt Washington D.C. verbracht. Seine Abwesenheit und die schlechten Zahlen trugen offenbar dazu bei, dass die Spannungen im Unternehmen zunahmen. Tesla-Vorstand bat Musk zum Gespräch Der Tesla-Vorstand traf sich offenbar mit Musk zu einem Gespräch. Wie mit dem Treffen vertraute Personen dem "WSJ" berichteten, teilten ihm die Vorstandsmitglieder mit, er müsse mehr Zeit für Tesla aufwenden und dies auch öffentlich mitteilen. Musk habe keinen Widerstand geleistet. Der achtköpfige Tesla-Vorstand habe zudem nach einem unabhängigen Direktor gesucht, um das Unternehmen zu leiten. Einige Vorstandsmitglieder, darunter Tesla-Mitgründer J. B. Straubel, trafen sich offenbar mit Großinvestoren, um ihnen zu versichern, dass das Unternehmen in guten Händen sei. Der Tech-Milliardär hatte nach der Vorlage der Quartalszahlen Ende April schließlich mitgeteilt, dass er ab Mai deutlich weniger Zeit mit der Arbeit für US-Präsident Donald Trump beim Department of Government Efficiency (DOGE) verbringen wolle. Stattdessen werde er sich wieder mehr um die Führung des Elektroauto-Herstellers Tesla kümmern. Musk leitet Tesla seit 20 Jahren – aktueller Stand unklar Wie der Status der Nachfolgeplanung aktuell ist und ob Musk weiterhin als CEO ersetzt werden soll, ist dem "WSJ" zufolge nicht bekannt. Unklar ist auch, ob Musk, selbst Tesla-Vorstandsmitglied, von den Bemühungen um einen Nachfolger wusste oder ob sein Versprechen, sich wieder mehr zu kümmern, die Nachfolgeplanung beeinflusst hat. Damit könnte ein Spannungspunkt ausgeräumt sein. Allerdings hatten Musks Auftreten in Washington und seine rechten politischen Ansichten auch dazu geführt, dass sich einige potenzielle Käufer von Tesla abwendeten. Analyst Ives etwa schätzt, dass dadurch die Nachfrage bei Tesla-Fahrzeugen dauerhaft um 15 bis 20 Prozent gesunken sein könnte. Ein Wechsel an der Spitze des Unternehmens wäre ein entscheidender Moment für Tesla: Musk leitet den Elektroautohersteller seit fast 20 Jahren, er trat jedoch schon 2018 als Vorstandsvorsitzender zurück. Musk war in all seinen Unternehmen bis zu seinem politischen Engagement im Team von Donald Trump stark involviert. Weder Musk noch Tesla haben sich bislang zu dem Bericht geäußert. Seltsamer Tesla-Post bei X Der Bericht könnte auch einen wenige Stunden zuvor veröffentlichten kryptischen Beitrag von Tesla bei Musks Online-Plattform X erklären, der Beobachter zunächst ratlos hinterließ. Auf dem Firmen-Account hieß es ohne Kontext: "Tesla wurde schon viele Male totgesagt." Aber dem Unternehmen werde es dank der Besitzer, Beschäftigten und Unterstützer gut gehen, schrieb Tesla weiter. Die "New York Post" berichtete zudem am Mittwoch, dass Musk nicht mehr aus seinem Büro im West Wing des Weißen Hauses arbeiten werde. Die Stabschefin des Weißen Hauses, Susie Wiles, erklärte gegenüber der Zeitung: "Anstatt mich persönlich mit ihm zu treffen, spreche ich mit ihm am Telefon, aber der Effekt ist derselbe". Er sei nicht mehr physisch anwesend, aber das würde keinen Unterschied machen, so die Trump-Vertraute. Ende Mai endet Musks Stelle als Sonderbediensteter der US-Regierung. Danach wird er Trump wohl informell weiter beraten.