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Июнь
2021

Grundschule Großsachsen: Leiterin Kyra Herrmann-Bläß geht in den Ruhestand

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Von Max Rieser

Hirschberg-Großsachsen. Der Grundschule Großsachsen steht eine Veränderung bevor: Zum Ende des Schuljahres verlässt die bisherige Leiterin, Kyra Herrmann-Bläß, nach fast 15 Jahren die Schule, weil sie pensioniert wird. Im Ruhestand ist sie aber wirklich erst mit Beginn der Sommerferien: "Die Abschiedsstimmung ist noch nicht da. Ich unterrichte ja auch noch", sagt die Rektorin mit einem Lachen. Die nächsten sechs Wochen steht sie der Schule, den Schülern und den Eltern noch ganz zur Verfügung.

2006 war Hermann-Bläß an die Bergstraße gekommen, was eine bewusste Entscheidung war: "Ich wollte gern an die Grundschule Großsachsen, da man hier sehr vielfältig arbeiten kann", berichtet sie. Die Natur und die Vernetzung mit Vereinen und Institutionen sei immer ein "schönes Zusammenspiel" gewesen. Nach dem Studium an der Pädagogischen Hochschule in Heidelberg war sie zunächst in Heddesheim an der heutigen Johannes-Kepler-Schule als Klassenlehrerin für eine dritte und eine vierte Klasse angestellt. Am liebsten unterrichtete sie immer Deutsch, aber auch Mathematik. Danach kam ihre erste Stelle als Schulleiterin an der Grundschule in Rippenweier. Im September 2006 kam sie dann letztendlich nach Großsachsen.

Seitdem hat sich einiges geändert, berichtet sie. Am Anfang ihrer Laufbahn gab es sieben Klassen mit 127 Schülern. Eine Klasse weniger als jetzt, und mit 160 Schülern ist auch die Anzahl der Kinder gestiegen. Die Entwicklung von Schulen als Ort für Kinder, um den ganzen Tag dort zu verbringen, hat sich auch gewandelt. Früher ging die Betreuung der Schüler bis 14 Uhr, heute können sie bis 17 Uhr in der Schule bleiben. Die Anmeldungen für das Mittagsangebot haben sich in den letzten 15 Jahren von 20 auf 60 Prozent verdreifacht. Das brachte auch Herausforderungen mit sich, denn es musste immer geschaut werden, dass Schulbetreuung und Schule gut zusammenarbeiten, sagt die Rektorin.

Erst Anfang dieses Jahres hat sich noch mehr in der Zusammenarbeit getan, denn mit Myriam Rachid-Dilling hat die Schule seit Februar eine feste Konrektorin, was die Schulleitung sehr entlaste, wie Herrmann-Bläß berichtet. Dass das Land einsieht, "dass Schulleitung Unterstützung braucht und auch andere Strukturen nötig sind, um ein Team zu leiten", freue sie sehr. Durch die Coronalage habe sich auch ein Krisenteam entwickelt, das die Rektorin mittlerweile als "Leitungsteam" sieht, mit dem eine "erweiterte Schulleitung" praktiziert wird. Dieses Team soll auch für die Zukunft beibehalten werden. Die Pandemie sei generell voller Herausforderungen gewesen. Wichtig sei vor allem die Umsetzung in der Schule und die Kommunikation mit den Eltern gewesen.

Als einen ihrer Lieblingsmomente in den vergangenen 15 Jahren nennt die Schulleiterin die Einweihung der neuen Räumlichkeiten, die aufgrund der wachsenden Schülerschaft 2016 erweitert wurden. Die Eröffnung, die aufgrund des blauen Anstrichs unter dem Motto "Wir Leben Lieben Blau" stattfand, war für sie ein "absolutes Highlight".

Freude machten ihr auch Projekte in der Natur und die schöne Ausgestaltung der Spiellandschaft auf dem Schulhof. Aber auch einfach das Zusammensein mit den Kindern und das Unterrichten hätten ihr immer die Freude am Beruf bewahrt. Krisen habe es keine Größeren gegeben, sagt sie und lacht: "Es war immer ein positiver Ausgleich."

Die Verabschiedung der scheidenden Rektorin findet am 22. Juli um 11 Uhr statt. Durch das Virus war die Sache lange unklar. Geplant ist jetzt eine an die Situation angepasste Feier. Es soll eine Verabschiedung der Kooperationspartner wie Vereine und Gemeinde geben und einen Abschied von den Eltern: "Wir haben den Kreis nicht so groß gefasst, da man nicht genau weiß, wie es dann sein wird." Eine erneute Verschärfung der Regelungen oder gar einen Ausfall der Feier hält sie aber für unwahrscheinlich.

Das Bewerbungsverfahren auf die bereits ausgeschriebene Stelle endet im Juli. Wie viele Bewerberinnen und Bewerber es auf die Stelle bislang gibt, darf allerdings noch nicht veröffentlicht werden, sagte Frank Schäfer vom zuständigen staatlichen Oberschulamt in Mannheim auf RNZ-Anfrage.

Nach Abschluss des Bewerbungsverfahrens müssen die Kandidaten noch durch verschiedene Gremien wie die Schulkonferenz und den Schulträger geprüft werden. Anschließend ernennt das Regierungspräsidium dann den Nachfolger. Das ehrgeizige Ziel sei es, so Schäfer, dass zu Beginn des neuen Schuljahres der neue Schulleiter seine Arbeit aufnehmen kann.